Bilanz drittes Quartal
Lanxess kommt auf die Füße

Nach und nach greift das Sanierungsprogramm bei Lanxess. Im dritten Quartal verzeichnete der Chemiekonzern einen Gewinn, nachdem im Vorjahreszeitraum noch rote Zahlen in den Büchern standen. Doch die Aufräumaktion bei Lanxess sind noch nicht beendet.

HB FRANKFURT. „Diese erfreuliche Entwicklung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass unsere Strategie immer stärker greift“, erklärte Konzernchef Axel Heitmann am Mittwoch. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen, die wichtigste Kenngröße für den Konzern, nahm um 10,8 Prozent auf 164 Mill. Euro zu. Der MDAX-Konzern glich damit operativ die hohen Rohstoffkosten in den Monaten Juli bis September aus. Analysten hatten im Durchschnitt mit 159 Mill. Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb im Quartal ein Konzerngewinn von 36 Mill. Euro, nachdem noch im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 57 Mill. Euro in den Büchern stand.

Der Umsatz nahm dagegen - auch bedingt durch die Abgabe von Geschäften - binnen Jahresfrist um 4,8 Prozent auf 1,691 Mrd. Euro ab. Für das Gesamtjahr stellte das Management unverändert ein Ebitda vor Sondereinflüssen von 660 bis 680 Mill. Euro in Aussicht. Im fortgeführten Geschäft soll der Umsatz moderat steigen.

Die Anfang 2005 vom Leverkusener Bayer-Konzern abgespaltene Chemiegesellschaft hat inzwischen mehrere umfangreiche Restrukturierungspakete auf den Weg geberacht. Mittlerweile vier Sanierungsprogramme sollen die Kosten ab 2009 um jährlich 260 Mill. Euro drücken. Zudem hatte Lanxess sein Fasergeschäft an die japanische Asahi Kasei sowie seine Papierchemikalien an die finnische Kemira verkauft. Erst vor wenigen Tagen hatte der Konzern angekündigt, den Großteil seines Textilchemikaliengeschäfts an den Finanzinvestor Egeria und das Management der Sparte zu veräußern.

Inzwischen schaut sich das Management erstmals auch nach Übernahmen um. Kleinere Akquisitionen seien noch in diesem Jahr möglich, erklärte das Management am Mittwoch. Einzelheiten wurden allerdings zunächst nicht genannt. Unlängst hatte Konzernchef Heitmann erklärt, Lanxess wolle auch vor Unternehmen mit Milliardenumsätzen nicht zurückschrecken. Möglich sei neben der Ergänzung bestehender Geschäfte auch der Einstieg in neue Märkte und Produkte.

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