Bilanz Nutzfahrzeugsparte
VW verdient mit Bullis und Lastwagen wieder Geld

Die Nutzfahrzeugsparte des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr wegen gesunkener Kosten für Neuentwicklungen aus den roten Zahlen gekommen. Ab diesem Jahr sollen die frisch entwickelten Wagen dann auch Geld einfahren.

HB HAMBURG. Der Umsatz stieg um 20,8 Prozent auf 7,01 Mrd. Euro, das operative Ergebnis verbesserte sich um 244 Mill. Euro auf 102 Mill. Euro, wie der Vorstandschef der Nutzfahrzeugsparte, Bernd Wiedemann, am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Er sagte, Volkswagen-Nutzfahrzeuge habe mit dem Ergebnis sein Ziele übertroffen. Im laufenden Jahr solle der Gewinn weiter steigen und der Absatz erhöht werden.

Ein großer Teil der Gewinnsteigerung entspringt den um 142 Mill. Euro auf 217 Mill. Euro gesenkten Investitionen. 2003 und 2004 hatte VW im Nutzfahrzeug-Geschäft wegen hoher Entwicklungskosten für neue Modelle und Aufwendungen zur Modernisierung der Werke hohe Verluste geschrieben. Insgesamt investierte die VW-Tochter in den vergangenen Jahren über 3 Mrd. Euro in die komplette Erneuerung ihrer Produktpalette, in Deutschland bestehend aus dem Stadtlieferwagen „Caddy“, dem Transporter T5 („Bulli“) und dem Kleinlaster LT.

„Wir haben unser Ziel erreicht und sind in den Hafen der schwarzen Zahlen zurückgefahren. Unsere Investitionen haben sich ausgezahlt“, bilanzierte Nutzfahrzeug-Chef Wiedemann in Hamburg. Im laufenden Jahr solle die Produktivität weiter gesteigert werden. Die Sparte baut ebenso wie der Wolfsburger Gesamtkonzern Personal ab. Dazu sollen Frühverrentungen, Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen eingesetzt werden. Die Höhe des geplanten Personalabbau nannte die Nutzfahrzeug-Sparte zunächst nicht. Der Konzern hatte unlängst angekündigt, bis zu 20 000 Stellen in seinen westdeutschen Werken auf den Prüfstand zu stellen, ein Fünftel der Belegschaft.

„Wir wollen im laufenden Jahr unseren Gewinn verbessern. Wir planen dazu weitere Produktivitätssteigerungen und ein Auslieferungsvolumen, das bei all unseren Baureihen weiterhin steigt“, sagte Wiedemann. Mit der aktuellen Umsatzrendite zeigte sich der Sparten-Chef unzufrieden. Die sei noch nicht da, wo sie sein könnte. „Sie soll mittelfristig wieder im zweistelligen Bereich liegen“, sagte Wiedemann.

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