Bilanz-PK
Wincor Nixdorf erwartet sieben fette Jahre

Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf ist nach einem Rekordjahr 2005/06 erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf ist nach einem Rekordjahr 2005/06 erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet. „Das erste Quartal ist bislang sehr positiv verlaufen“, sagte der designierte Vorstandschef und jetzige Finanzvorstand Eckard Heidloff am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Die Werke seien „mehr als gut ausgelastet“, böse Überraschungen werde es nicht geben. Die Ende Oktober genannten Ziele für das laufende Jahr bestätigte er und zeigte sich auch für die Zukunft zuversichtlich. „Ich bin optimistisch, dass auf die sieben fetten Jahre sieben weitere fette Jahre folgen werden.“ Die Wincor-Aktie stieg in einem freundlichen Marktumfeld bis zum Mittag um 1,36 Prozent auf auf 109,77 Euro.

Wincor Nixdorf will im laufenden Geschäftsjahr 2006/2 007 durchschnittlich sechs Prozent beim Umsatz und acht Prozent beim operativen Ergebnis (Ebita) wachsen. Der Nettogewinn soll „deutlich stärker“ zulegen als der operative Gewinn. „Natürlich kämpfen wir darum, besser zu sein“, ergänzte Heidloff. Die Prognosen von Wincor Nixdorf sind traditionell konservativ. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr übertraf der Konzern seine mehrfach angehobene Prognose und steigerte den Umsatz letztlich um zwölf Prozent auf 1,948 Mrd. Euro und das operative Ergebnis um 18 Prozent auf 161 Mill. Euro.

Vorstandschef Karl-Heinz Stiller betonte auf seiner letzten Bilanz-Pressekonferenz als Vorstandschef, Wincor Nixdorf habe zum siebten Mal in Folge „ein bestes Geschäftsjahr“ erzielt und sei für die Zukunft gut aufgestellt. „Die Firma ist gut unterwegs, die Grundlage für weiteres Wachstum ist geschaffen“, sagte er. Es sei für ihn ein guter Zeitpunkt, die Führung an seinen langjährigen Vorstandskollegen Heidloff zu übergeben. „Wir können davon ausgehen, dass die Erfolgsgeschichte weitergeht.“

Wie bereits im November angekündigt, wird Vorstandschef Stiller auf eigenen Wunsch Ende Januar sein Amt an den Finanzchef übergeben. Die Hauptversammlung soll ihn in den Aufsichtsrat wählen, wo er dann für den Vorsitz kandidieren wird.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hätten mehrere Faktoren positiv zusammengewirkt. Stiller hob besonders die Entwicklung auf dem Heimatmarkt hervor. „Nach Jahren des Geradeaus-Fahrens sind wir zum ersten Mal wieder in Deutschland gewachsen“, sagte er. Der Umsatz kletterte hier um elf Prozent. Im Segment Banking habe sich dabei das Outsourcing-Geschäft des Joint Ventures Wincor Nixdorf Portavis als Haupttreiber erwiesen. Seit 1. Dezember hat das Unternehmen auch den Betrieb des IT-Bereichs der HSH Nordbank übernommen und ist damit erstmals mit einer Landesbank im Geschäft. Die Handelssparte profitierte in Deutschland vor allem von der hohen Nachfrage nach Leergutrücknahmesystemen. Insgesamt setzte Wincor mit Pfandsystemen europaweit im vergangenen Jahr über 80 Mill. Euro um.

In Europa steigerte der Konzern den Umsatz um zehn Prozent. „Wir kommen in Europa unserem erklärten Ziel beständig näher, nach der Marktführerschaft im Geschäft mit Handelsunternehmen diese Position auch im Geschäft mit Retail-Banken zu erreichen“, sagte Stiller. Es fehlten noch sechs bis acht Prozent. Zudem habe Wincor die Marktpräsenz in den USA und China wesentlich verbessert. In den USA sei man dabei, mit dem Aufbau eines landesweiten Service-Angebots „behutsam“ in den Markt zu gehen. In China sei man gut unterwegs – hier gebe es keine Großbank mehr, die nicht Kunde von Wincor Nixdorf sei. „Asien hat eine unglaubliche Dynamik, die uns fordert. Wir müssen an diesem Markt teilhaben“, betonte er.

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