Stahlarbeiter Thyssen-Krupp in Duisburg

Das operative Ergebnis der Stahlsparte verfünffachte sich auf 160 Millionen Euro.

(Foto: dpa)

Bilanz Thyssen-Krupp in der Blitzanalyse – Konzern macht 444 Millionen Euro Gewinn

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Thyssen-Krupp hat am Morgen seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 (bis Ende September) vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) steigt um 53 Prozent auf 444 Millionen Euro, der Nettogewinn liegt bei 91 Millionen Euro.
  • Es ist damit das beste Ergebnis im ersten Quartal seit Beginn des Konzernumbaus vor sechs Jahren.
  • Thyssen-Krupp bestätigt seine Jahresprognose.
  • „Die positive Ergebnisentwicklung zeigt, dass unsere Programme zur Steigerung der Leistungsfähigkeit wirken“, sagt Konzernchef Heinrich Hiesinger.

Das fällt positiv auf

Starke Stahlsparte: Den stärksten Anstieg beim bereinigten operativen Gewinn konnte ausgerechnet die Stahlsparte verzeichnen, die Thyssen-Krupp mit der des Wettbewerbers Tata Steel Europe fusionieren will. Das Ergebnis verfünffachte sich auf 160 Millionen Euro.

Hintergrund sind die anhaltend guten Preise auf den Stahlmärkten, der niedrige Dollarkurs, der sich günstig auf den Einkauf der Rohstoffe Kokskohle und Eisenerz auswirkt und die eingeleiteten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Dagegen fielen die Steigerungsraten im Industriegütergeschäft maßvoll aus – bei Industrial Solutions schrumpfte das bereinigte Ebit sogar von 42 Millionen Euro im Vorjahr deutlich auf 12 Millionen.

Das fällt negativ auf

Schulden steigen: Die Anlagenbausparte Industrial Solutions bleibt das Sorgenkind des Konzerns. Auch der Auftragseingang fiel geringer aus als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Grund war ein Großauftrag, der vor einem Jahr verbucht werden konnte. Der Free Cashflow vor M&A, eine der wichtigsten Steuerungsgrößen des Konzerns, verbesserte sich zwar leicht um 170 Millionen Euro, bleibt aber mit minus 1,5 Milliarden deutlich negativ.

Eine erhöhte Mittelbindung in den Werkstoffgeschäften und höhere Rohstoff- und Werkstoffpreise schlugen hier zu Buche. Die Nettofinanzschulden des Konzerns stiegen dementsprechend auf 3,5 Milliarden gegenüber zwei Milliarden zum Ende des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016/17 an.

Was jetzt passiert

Im Soll: Ein stabiles Industriegütergeschäft und die profitable Stahlsparte dürften dafür sorgen, dass der Traditionskonzern seine Ziele eines bereinigten Ebits von rund 1,9 Milliarden Euro, einen positiven Free Cashflow und und ein deutlich positives Nettoergebnis erreichen dürfte. Das ist dringend notwendig, weil zahlreiche Anleger wie der schwedische Finanzinvestor Cevian vom Vorstand deutlich bessere Kennziffern für dieses Jahr verlangen.

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