Bilanz und Ausblick
Audi nimmt sich viel vor

Audi stützt Konzernmutter Volkswagen in schwierigen Zeiten mit stabilen Gewinnen. Die Ziele der Ingolstädter sind ehrgeizig. Bei der Verwirklichung setzt das Unternehmen auf seine deutschen Mitarbeiter.

HB INGOLSTADT. Das Vorsteuer-Ergebnis sei im vergangenen Jahr um knapp 15 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro gestiegen, teilte die Audi AG am Dienstag mit. Der Überschuss ging wegen einer höheren Steuerlast allerdings um gut 5 Prozent auf 824 Mill. Euro zurück. Den Umsatz weitete der Autobauer um 8,5 Prozent auf 26,6 Mrd. Euro aus.

An VW überweisen die Bayern 462 Mill. Euro. Damit bleibt Audi die Ertragsperle der gebeutelten Wolfsburger. „Mit einer Kapitalrendite von 9,7 Prozent sind wir auf dem besten Weg, den von uns angestrebten Wert von über 10 Prozent bald zu erreichen“, teilte Audi mit.

Zum zehnten Mal in Folge erzielte Audi 2005 einen Absatzrekord. Weltweit wurden 829 109 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, das entspricht einem Plus von 6,4 Prozent. Der Marktanteil habe den Rekordwert von 4,2 Prozent erreicht.

2006 erwartet Audi ein weiteres Rekordjahr. „Keine Automarke wird in den nächsten Jahren so stark wachsen wie Audi“, sagte Winterkorn. Audi werde im laufenden Jahr abermals mehr Fahrzeuge ausliefern. 2008 sollen eine Million Autos verkauft werden. „Die jüngsten Zahlen sprechen erneut dafür, dass wir diesem Ziel näher rücken. Im Januar und Februar dieses Jahres werden wir unseren Absatz gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent steigern“, sagte der Audi-Chef. Bis 2015 soll die Zahl der verkauften Autos auf jährlich 1,4 Mill. wachsen.

Bei seinen Plänen setzt Audi unverändert auf den Standort Deutschland. „Durch unsere Wachstumsstrategie wollen wir die Zahl der Beschäftigten halten“, sagte Audi-Chef Winterkorn. „45 000 hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter machen unseren Erfolg möglich.“ Bei der Konzernmutter Volkswagen stehen tausende von Arbeitsplätzen in Deutschland auf der Kippe.

Eine Vielzahl neuer Modelle solle das Wachstum der Marke mit den vier Ringen vorantreiben. Neben dem Geländewagen Q7, für den bereits 13 000 Vorbestellungen vorlägen, werde Audi vor allem sportliche Wagen auf den Markt bringen, teilte das Unternehmen mit. Im zweiten Halbjahr 2006 werde Audi eine Sportvariante des Kompaktmodells A3 unter dem Namen S3, ein neues TT Coupé sowie eine Allradvariante der Limousine A6 in die Schauräume der Händler stellen. Im kommenden Jahr sollen der Super-Sportwagen R8 und ein A5 Coupe folgen.

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