Bilanz und Ausblick
Stada will wachsen

Der Generikahersteller Stada will nach einem kräftigen Gewinn- und Umsatzanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr das künftige Wachstum durch internationale Zukäufe weiter beschleunigen.

dpa-afx BAD VILBEL. Zur Finanzierung seien unverändert geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, bekräftigte Stada-Vorstandschef Hartmut Retzlaff am Donnerstag frühere Aussagen. "Wachstum und Wertsteigerung bleiben für Stada unverändert Ziele, die der Konzern auch in den nächsten Jahren aus eigener Kraft erreichen kann."

Stada will seine operative Marge weiter verbessern. Der MDax -Konzern wies für das abgelaufenen Geschäftsjahr bei einem operativen Ergebnisanstieg um 42 Prozent auf 180,5 Mill. Euro und einem Umsatzwachstum um 22 Prozent auf 1,25 Mrd. Euro eine operative Marge von 14,5 Prozent aus (VJ: 12,4). Unter dem Strich sei der Gewinn um 78 Prozent auf 91,8 Mill. Euro gestiegen. Bereinigt habe sich der Überschuss um 27 Prozent auf 102,1 Mill. Euro verbessert. Damit bestätigte Stada die bereits Anfang März vorgelegten vorläufigen Zahlen. Ins neue Geschäftsjahr sei Stada mit einem Umsatzwachstum von etwa 17 Prozent gestartet.

"2006 war für Stada das elfte Rekordjahr in Folge", sagte Stada-Chef Retzlaff. Die operative Gewinnmarge konnte weiter verbessert werden. Damit sei bereits 2006 das erst für Ende 2007 anvisierte operative Margenziel erreicht worden. Der Arzneimittelhersteller will seine Aktionäre am starken Wachstum des abgelaufenen Jahres teilhaben lassen und hat eine kräftige Dividendenerhöhung in Aussicht gestellt. Die Ausschüttung für 2006 soll um 59 Prozent auf 0,62 Euro je Aktie steigen.

Stada werde zunehmend unabhängig vom deutschen Markt. Außerhalb von Deutschland nahmen die Umsätze 2006 den Angaben nach um 31 Prozent zu. Der Anteil am Konzernumsatz liege bei 61 Prozent, während das größte Geschäftsfeld Generika 73,2 Prozent zum Konzernumsatz beigesteuert habe. Mit seinem Generikageschäft setzte Stada im abgelaufenen Geschäftsjahr 911,2 Mill. Euro mehr um - ein Plus von 20 Prozent.

Deutschland sei jedoch mit einem Umsatz von 481,9 Mill. Euro im Stada-Konzern unverändert der größte nationale Markt. Für Ende 2006 wies Stada eine Nettoverschuldung wegen der fremdfinanzierten Übernahme der serbischen Hemofarm-Gruppe von 773,0 Mill. Euro (VJ: 234,2) aus.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%