Bilanz vorgelegt
Heidelberger Druck macht wieder Gewinn

Bei Heidelberger Druck geht es spürbar wieder aufwärts. Im vergangenen Geschäftsjahr schrieb der Weltmarktführer operativ wieder schwarze Zahlen. Sorgenfrei ist der MDax-Konzern aber noch lange nicht.
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HeidelbergDer angeschlagene Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck rechnet weiter mit einer schrittweisen Erholung. Dem mittelfristigen Umsatzziel von mehr als drei Milliarden Euro wolle sich das Unternehmen im laufenden und kommenden Geschäftsjahr schrittweise nähern, teilte das Unternehmen am Donnerstag zusammen mit den endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010/2011 (Ende März) mit. Bei stabiler gesamtwirtschaftlicher Entwicklung sei für das laufende Geschäftsjahr ein ausgeglichenes Vorsteuerergebnis angestrebt. Damit bekräftigte Heidelberger Druck jüngste Aussagen aus einem Interview.

Im abgelaufenen Jahr hatte der stark von der Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogene Konzern bei Aufträgen und Umsatz deutlich zugelegt und seinen Verlust eingedämmt. Darüber hatte der Konzern bereits Ende April auf Basis vorläufiger Zahlen berichtet. Zum ersten Mal seit zwei Jahren schrieb das Unternehmen zumindest operativ wieder schwarze Zahlen.

Eine konkretere Prognose wird Schreier auch auf der heutigen Bilanzpressekonferenz kommende Woche wohl nicht nennen, da es einige Risikofaktoren gibt. So ist die Nachfrage aus dem wichtigen US-Markt sowie aus Südeuropa schwach.

Der Maschinenbauer Heidelberger Druck hat sich aus der tiefsten Krise seiner Geschichte herausgekämpft. Die Staatsbürgschaften in dreistelliger Millionenhöhe, mit denen das Unternehmen 2009 sein Überleben sicherte, sind zurückgezahlt und die Nachfrage nach Druckmaschinen zieht wieder an. Nach dem Absturz auf ein Umsatzniveau von zuletzt 2,6 Milliarden Euro betonte Heideldruck-Chef Bernhard Schreier aber, dass er nur mit einer langsamen Erholung rechnet. "Wir arbeiten Schritt für Schritt auf einen Umsatz von drei Milliarden Euro hin", sagte Schreier vor kurzem im Gespräch mit dem Handelsblatt. Im Anfang April angelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 werde Heideldruck das Ziel sicherlich nicht erreichen. "Aber wir wollen einen guten Schritt in diese Richtung machen." Der Chef des Weltmarktführers äußert sich damit erstmals zu der Erwartung für das laufende Jahr.

Der Markt für Druckmaschinen wird von deutschen Unternehmen dominiert, die mehr als zwei Drittel des Absatzes auf sich vereinen. Neben Heideldruck bauen Koenig & Bauer (KBA) und Manroland diese komplizierten Maschinen, die in 2000 Arbeitsstunden aus 100000 Einzelteilen gefertigt werden. Unangefochtener Branchenprimus ist Heideldruck mit einem Marktanteil von 40 Prozent.

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