Bilanz zweites Quartal
Hohe Steuern schmälern Rekordgewinn von BP

Was den Autofahrern und der produzierenden Industrie ein Graus ist, macht BP Freude: der hohe Ölpreis. Im abgelaufenen Quartal hat der Mineralölkonzern einen Rekordgewinn erwirtschaftet. Es gibt jedoch Schönheitsfehler in der Zwischenbilanz.

HB LONDON. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, stieg der Nettogewinn ohne Berücksichtigung von Wertveränderungen bei den Benzinvorräten im zweiten Vierteljahr um 23 Prozent auf 6,12 Mrd. Dollar. Ohne Einmalposten betrug das Ergebnis immer noch 6,11 Mrd. Dollar. Hier hatten Analysten im Durchschnitt mit nur 5,98 Mrd. Dollar gerechnet. Der Umsatz kletterte von 59,27 auf 73,47 Mrd. Dollar.

Die überraschend guten Zahlen wurden allerdings von Berichten über Produktionsprobleme an einer der größten Förderanlagen von BP überschattet: Die Plattform „Thunder Horse“ vor der US-Küste im Golf von Mexiko wird nach BP-Angaben wegen Lecks und schlechter Wetterbedingungen erst im Frühjahr 2007 starten können und damit mehr als ein Jahr später als ursprünglich geplant.

Zudem musste das Unternehmen höhere Steuern zahlen. Die Steuerrate sei von 32 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 36 Prozent gestiegen, teilte BP mit. Die britische Regierung hatte unter anderem die Besteuerung der Ölproduktion in der Nordsee erhöht. Im Gesamtjahr rechnet BP nun mit einer Steuerrate von 39 Prozent.

BP ist der größte britische Konzern. Geführt wird das Unternehmen von Lord John Browne. Derzeit gibt es eine Debatte, ob der Vertrag des 58-jährigen Konzernchefs über den Februar 2008 hinaus verlängert wird. Eigentlich müsste Browne, der als einer der erfolgreichsten britischen Manager gilt, mit 60 Jahren zurücktreten.

Browne selbst kündigte am Dienstag in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC an, er werde seine Position Ende 2008 verlassen. Der Zeitpunkt des Amtswechsels werde nicht sein Geburtstag im Februar, sondern das Ende des Jahres sein.

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