Bilanzen 2005
Arcelor und Mittal müssen Farbe bekennen

In der Übernahmeschlacht zwischen Arcelor und Mittal Steel müssen die Stahlkonzerne in diesen Tagen ihre Karten auf den Tisch legen: in dieser Woche werden die Bilanzen vorgestellt.

HB BERLIN. Nachdem der Branchengigant Mittal am Mittwoch erhebliche Gewinnrückgänge für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentierte, folgt an diesem Donnerstag der Rivale Arcelor mit voraussichtlichen Ergebniszuwächsen. Die drängende Frage an Arcelor-Chef Guy Dollé wird dabei aber sein, wie er den feindlichen Übernahmeversuch von Weltmarktführer Mittal abwehren will. Ein rettender „weißer Ritter“, der Arcelor zur Seite springen könnte, ist noch immer nicht in Sicht.

In den vergangenen Tagen schossen eine Reihe von Spekulationen ins Kraut, wie sich Arcelor der ungewollten Umarmung entziehen könnte. Danach könnte Arcelor selbst den Akquisitionspfad beschreiten, um den Wert des Unternehmens in die Höhe zu treiben. Spekuliert wird sowohl über einen Kauf eines Stahlkochers aus der Ukraine wie auch über die amerikanische US Steel. Denkbar sei auch ein schneller Verkauf der Sparte rostfreier Stahl oder eine Kooperation in dem Bereich, meinen die Analysten der Société Générale. Das Unternehmen würde dann an Attraktivität für Mittal verlieren.

Arcelor selbst hält sich zu seiner Abwehrstrategie bedeckt. Allerdings drängt die Zeit: Mittal-Chef Lakshmi Mittal äußerte sich am Mittwoch zufrieden über Gespräche mit Investoren von Arcelor: „Wir sind erfreut über die sehr positive Akzeptanz unserer Offerte.“

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