Bilanzlücke von acht Miliarden Euro
"Milch-König" Tanzi packt aus

Nach stundenlangen Verhören und anfänglichem Leugnen hat Parmalat-Gründer Calisto Tanzi gestanden: Der entthronte Milck-König gab jetzt zu, Millionenbeträge aus den Kassen des mittlerweile insolventen italienischen Lebensmittelkonzerns veruntreut zu haben.

HB PARMA. Tanzi nannte diesen Betrag während seiner Vernehmung, wie aus dem Haftbefehl hervorgeht, der Reuters am Dienstag vorlag. Tanzi gab nach Angaben eines Anwalts auch zu, rund 500 Millionen Euro aus dem Konzern in andere Unternehmen abgezweigt zu haben, darunter eine Tourismusfirma, die sich im Familienbesitz befindet.

Der zuständige Richter wies unterdessen einen Antrag für die Freilassung von Tanzi ab. Damit bleibt er weiter im Mailänder San Vittore Gefängnis in Haft.

Sein Geständnis zu den Veruntreuungen hatte Firmengründer Calisto Tanzi bereits am Montag abgelegt. Nach den Worten seines Anwalts Fabio Belloni werden die Geldflüsse nun genau untersucht. Die Ermittler gehen davon aus, dass Tanzi in den vergangenen zehn Jahren mehr als 800 Millionen Euro aus der von seiner Familie kontrollierten Milchverarbeiter-Gruppe veruntreut hat.

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