Bilanzpressekonferenz 2004
Swatch brilliert mit Omega

Der Uhrenkonzern Swatch peilt in diesem Jahr das beste Ergebnis seiner Geschichte an. 2004 ist der Weg dahin geebnet worden. Die Marke Swatsch spielte dabei aber nur die zweite Geige.

HB BIEL. Allein für die umsatzstärkste Marke der Gruppe, Omega rechnet Konzernchef Hayek mit einem Umsatz von „deutlich über eine Milliarden Franken“. Das sagte er auf der Bilanzpressekonferenz 2004 in Biel. Im vergangenen Jahr habe Omega erstmals die Milliarden-Hürde bei den Verkäufen genommen. Der Konzern, der vor allem für seine Modeuhr Swatch bekannt ist, sei inzwischen zum Branchenführer im profitablen Luxusuhren-Segment aufgestiegen.

„Wir sind auf Kurs, 2005 das beste Ergebnis unserer Unternehmensgeschichte zu erzielen“, sagte Hayek. „Wir liegen in den ersten drei Monaten über den Zahlen der Schweizer Uhrenexporte“, fügte er hinzu. Die Uhrenexporte waren im ersten Quartal 2005 um 5,4 Prozent auf 2,49 Milliarden Schweizer Franken sfr (1,62 Milliarden Euro) gestiegen.

„Unsere Verkäufe haben vor allem in den ersten drei Monaten mit Omega hoch (bis zu den Luxusmarken wie Breguet oder Blancpain) massiv Markanteile gewonnen“, sagte Hayek weiter. Die Gruppe sei zum Branchenführer bei Prestigeuhren aufgestiegen. Bei der vor allem für Luxusuhren wichtigen weltweit grössten Branchenmesse „Baselworld“ von Ende März bis Anfang April habe der Bestellungseingang zwischen 20 und 50 Prozent über dem Vorjahr gelegen.

Swatch hatte im Luxusuhren-Bereich schon 2004 deutlich zugelegt und bei einem 4,7 Prozent höheren Umsatz von insgesamt 4,15 Milliarden sfr einen Gewinn von 512 Millionen sfr erzielt. Mit Luxusuhren erzielt der Konzern Gewinnmargen von bis zu 30 Prozent, während im unteren Uhrensegment die Margen unter fünf Prozent liegen.

Bei Omega habe sich das 2004 niedrige zweistellige prozentuale Umsatzwachstum in diesem Jahr bislang fortgesetzt, sagte Omega-Chef Stephen Urquhart. Ziel sei, die Marke hin zu teureren Modellen zu treiben. Derzeit bewege sich der Durchschnitts-Verkaufspreis bei 4000 sfr.

Omega, die unter anderem von Model Cindy Crawford oder Anna Kurnikowa beworben wird, wird in den nächsten Jahren wieder bei den Olympischen Spielen offizieller Zeitmesser sein. Urquhart hofft vor allem für die Sommerspiele 2008 in Peking auf einen Umsatzschub im Wachstumsmarkt China.

Die zweitgrösste Marke der Swatch-Gruppe, die Modemodelle von Swatch, leidet derzeit unter Problemen beim Vertrieb und unter der zunehmenden Konkurrenz von Uhren aus China. Die Swatch-Läden verzeichnen Hayek zufolge im Moment jedoch Umsätze über dem Vorjahr, allerdings seien die Verkäufe in Warenhäuser „eine Herausforderung“. „Ich bin überzeugt, dass in fünf bis sechs Jahren Swatch mit Omega um die Umsatzspitze kämpft“, sagte Hayek. Die Marke Swatch, deren Modelle ab 50 sfr zu haben sind, habe das grösste Potenzial der Gruppe, gerade für Wachstumsmärkte wie China.

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