Bilanzpressenkonferenz 2004
MTU steuert mit guten Zahlen auf den Börsegang zu

Der weltweit fünftgrößte Triebwerkshersteller MTU Aero Engines macht sich fein für den Börsengang. Die Zahlen für 2004 sehen excellent aus. Und auch 2005 beginnt vielversprechend.

HB MÜNCHEN. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Unternehmen bis Mitte das Jahres börsenfähig zu machen“, bekräftigte MTU-Chef Udo Stark am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz 2004. „Es gibt aber noch keine Entscheidung für einen Termin. Kurz- und mittelfristig halten wir alle Optionen offen“, fügte er hinzu. Das Börsenfeld müsse sich aber noch weiter stabilisieren.

Außerdem habe der Finanzinvestor KKR, der MTU Ende 2003 von Daimler-Chrysler zu 100 Prozent übernommen hatte, noch nicht entschieden, wie viele Anteile er im Zuge des Börsengangs abgeben will. „Jedenfalls wird KKR weiter ein wichtiger Gesellschafter sein“, sagte Stark auf die Frage, ob der Finanzinvestor gedenke, die Mehrheit an MTU im Zuge des Börsengangs abzugeben.

Für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern seinen Optimismus. „Die ersten Monate 2005 stimmen uns zuversichtlich“, sagte Stark. „Der Aufschwung der Luftfahrtbranche ist nicht nur sichtbar, sondern spürbar geworden.“ Zahlen zum ersten Quartal und einen detaillierteren Ausblick will MTU am 10. Mai veröffentlichen. Für 2005 rechne er mit einer Steigerung von Ergebnis und Umsatz im Vergleich zu 2004, sagte Stark.

Im vergangenen Jahr profitierte MTU von einer stärkeren Nachfrage nach Ersatzteilen und Instandhaltungs-Dienstleistungen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 40 Prozent auf 247 Millionen Euro. Mit 1,99 Milliarden Euro setzte MTU zwei Prozent mehr um. Dollarkursbereinigt waren es mit 2,134 Milliarden Euro rund neun Prozent mehr. Der Auftragsbestand lag Ende Dezember mit 3,4 Milliarden Euro um 11,4 Prozent höher.

Fast die Hälfte seines Geschäfts macht MTU mit Triebwerkskomponenten für Verkehrsflugzeuge. Jedes dritte Triebwerk beinhalte Teile von MTU. So auch der neue Super-Jumbo A380 von Airbus, der am Mittwoch erfolgreich seinen Jungfernflug absolvierte - in diesem Fall allerdings mit Triebwerken von Rolls Royce.

Der Geschäftsbereich zivile Instandhaltung, der bislang 28 Prozent des Umsatzes ausmacht, soll in den nächsten fünf Jahren auf 40 Prozent ausgeweitet werden. Dritte Säule von MTU ist der Bau von militärischen Triebwerken - unter anderem für den Kampfjet Eurofighter. Diese bietet MTU komplett an. Hier will MTU von dem Exportpotenzial beispielsweise des Eurofighter oder des Hubschraubers Tiger profitieren.

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