Bilfinger
Cordes räumt auf

Der frühere Metro-Chef Eckhard Cordes, der bald in den Bilfinger-Aufsichtsrat einzieht, will beim kriselnden Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger durchgreifen. Ein weiterer Top-Manager steht vor dem Rauswurf.
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FrankfurtDer Aufsichtsrat erwarte, dass mit dem Einzug von Cordes in das Gremium die Tage von Vorstand Joachim Enenkel bei dem Mannheimer Unternehmen gezählt seien, berichtete die "Wirtschafswoche" am Samstag in einer Vorabmeldung. Ein Bilfinger-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Cordes, der den Großaktionär Cevian im Aufsichtsrat vertritt, dürfte sich zügig von Enenkel trennen, schreibt das Magazin unter Berufung auf Aufsichtsratskollegen. Ein Cevian-Sprecher war am Samstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Enenkel, seit 1996 im Unternehmen, führt derzeit die Bausparte, die durch den Verkauf des Tiefbaus weiter verkleinert wird.

Die Krise bei Bilfinger hat sich zuletzt dramatisch zugespitzt. Erst am Mittwoch musste der MDax-Konzern zum vierten Mal innerhalb weniger Monate seine Jahresziele kassieren. Zudem machte das Unternehmen zuletzt mit Abgängen im Management Schlagzeilen: Im August war der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch als Vorstandschef zurückgetreten, nachdem er zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen seine Jahresziele korrigieren musste.

Koch hatte als Quereinsteiger 2011 das Ruder bei Bilfinger übernommen und den Konzernumbau seines Vorgängers und derzeitigen Interims-Chefs Herbert Bodner weiter vorangetrieben. Im Oktober erklärte dann Finanzvorstand Joachim Müller seinen Rücktritt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • PS: warum hat man sich eigentlich nicht mal gefragt, weshalb H.Cordes bei Metro gefeuert wurde, bevor man ihn anheuert.

  • H.Cordes will/soll also Bilfinger wieder erfolgreich machen. Nun, wenn man sieht welchen nahezu irreparablen Schaden er bei Metro angerichtet hat, dann darf bzw. muß man doch zweifeln. Zumal seine Methode, zuerst mal einige Top Manager zu feuern, offensichtlich beibehalten wird. Bei Metro sind der Reihe nach alle Handelsfachleute gefeuert worden bis kein einziger Fachmann im Vorstand mehr übriggeblieben ist. Der "Erfolg" war grandios. Metro ist aus dem Dax geflogen und der Aktienkurs von ca. 60€ (Einkaufspreis für Haniel) ging bis auf ca. 20€ runter. So schlimm kann es bei Bilfinger ja nicht mehr werden, es dürfte aber nun, spätestens nach dem Antritt von H.Cordes, höchste Zeit sein, sich von Bilfinger Anteilen zu trennen.

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