Billigflieger avisiert weiteres Profitplus
Easyjet übertrifft Gewinnprognose

Die britische Billigfluggesellschaft will nach einem Gewinnzuwachs im abgelaufenen Geschäftsjahr auch künftig den steigenden Kerosinkosten mit Sparbemühungen trotzen.

dpa-afx LONDON. Im laufenden Geschäftsjahr rechne das Unternehmen mit einer Gewinnsteigerung im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, sagte der scheidende Easyjet-Chef Ray Webster am Dienstag bei der Vorlage vorläufiger Jahresergebnisse in London.

Im Geschäftsjahr bis Ende September erhöhte sich der Vorsteuergewinn um 9,1 Prozent auf 67,9 Mill. britische Pfund (99,26 Mill. Euro). Damit übertraf easyjet leicht die eigene Prognose als auch die Erwartungen der Analysten, die mit 63 Mill. Pfund gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 1,34 Mrd. Pfund. Die Zahl der Passagiere kletterte um 21,4 Prozent auf 29,6 Millionen, während die Kapazität um 26,3 Prozent zulegte. Der die Auslastung messende Sitzladefaktor erhöhte sich um 0,7 Punkte auf 85,2 Prozent.

Die Treibstoffkosten erhöhten sich in dem Jahr um durchschnittlich 50,5 Prozent. Zugleich minderten die Briten ihre Kosten pro Sitz - unter Ausklammerung von Firmenwertabschreibungen und Treibstoffkosten - um 4,4 Prozent. Die Zusatzumsätze pro Sitz, wozu etwa Gebühren aus der Kreditkartenabrechnung, der Bordverkauf von Getränken und Snacks oder Kommissionserträge aus der Autovermietung gehören, kletterten um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

"Wir haben im vergangenen Jahr gute Fortschritte gemacht und Passagierzahl und Umsatz gesteigert. Ungeachtet der höheren Kerosinpreise haben wir die Kosten minimiert", sagte der Easyjet-Chef. Webster geht in wenigen Tagen aus persönlichen Gründen in den Ruhestand. Neuer Chef wird zum 1. Dezember Andrew Harrison.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Kapazitäten um 15 Prozent und damit geringer als im vergangenen Jahr steigen. Auch will das Unternehmen weiter sparen und die Kosten pro Sitz um drei bis fünf Prozent senken, wobei hier die Treibstoffkosten ausgeklammert bleiben. Der Gesamtumsatz je Sitz dürfte zwar leicht zurückgehen, hieß es. Doch sollen die Umsätze aus den Zusatzgeschäften weiter zweistellig wachsen.

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