
Frankfurt, DüsseldorfEuropas Solarindustrie geht rechtlich gegen ihre Wettbewerber aus China vor. Bei der Europäischen Kommission sei eine Anti-Dumping-Klage gegen Hersteller aus China eingereicht worden, bestätigte Milan Nitzschke, Sprecher der neuen Initiative EU ProSun.
„Die Klage wird von der Mehrheit der europäischen Industrie unterstützt“, sagte Nitzschke dem Handelsblatt. Hinter dem Bündnis stehen 25 Firmen aus Deutschland, Italien, Spanien und anderen EU-Ländern. Dazu zählen in Deutschland unter anderem das Bonner Unternehmen Solarworld und Sovello aus Bitterfeld-Wolfen.
Die Kläger werfen ihren Konkurrenten aus China massive Wettbewerbsverzerrung vor. So würden Firmen wie Suntech, Yingli und LDK Solar vom chinesischen Staat erheblich subventioniert. „Die chinesischen Unternehmen werden mit milliardenschweren Krediten versorgt und bieten trotz massiver Verluste ihre Produkte zu Preisen unter ihren Herstellungskosten an“, kritisierte Nitzschke. Erst kürzlich hatte beispielsweise die Stadt Xinyu einen Kredit in Höhe von 78 Millionen Dollar für die dort ansässige LDK Solar getilgt.
Am zuständigen EU-Handelskommissar Karel de Gucht wird es nun liegen, Belege dafür zu finden. Die EU-Kommission wird bis Mitte September entscheiden, ob die Klage angenommen wird. Ein vorläufiges Urteil soll dann bis Juni kommenden Jahres gefällt werden. Denkbar ist, dass dies früher geschieht. Mögliche Anti-Dumping-Zölle würden dann rückwirkend verhängt werden.

Platz 20 - Solarworld
Das deutsche Unternehmen Solarworld hat ein Horrorjahr hinter sich und ist nur noch auf Rang 20 der Welt. Der Bonner Solarmodulehersteller produzierte im vergangenen Jahr 525 Megawatt an Leistung. 2007 war Solarworld noch auf Platz sieben des weltweiten Rankings.

Platz 18 - Kyocera
Der japanische Hersteller Kyocera findet sich nur auf Platz 18 des Rankings wieder. Im vergangenen Jahr lag die Produktion bei 660 Megawatt. 2010 waren es nur zehn Megawatt weniger. 2007 war Kyocera noch der viertgrößte Solarzellenhersteller der Welt.

Platz 16 -Sharp
Sharp ist ein Verlierer der letzten Jahre. Das japanische Unternehmen war früher die Nummer zwei. 2011 kommt Sharp nur noch auf Rang 16 der Rangliste. Die Japaner produzierten im vergangenen Jahr 725 Megawatt. 2010 waren es noch 910 Megawatt.

Platz 13 - Q-Cells
Der deutsche Hersteller Q-Cells war früher Weltmarktfrüher. Mittlerweile ist das Unternehmen auf Rang 13 abgerutscht. Am 3. April 2012 hat der Hersteller aus Bitterfeld-Wolfen Insolvenz angemeldet. Im vergangenen Jahr produzierte Q-Cells Zellen mit einer Leistung von 790 Megawatt. Im Jahr 2010 waren es noch 1014 Megawatt.

Platz 6 - Motech
Motech aus Taiwan ist auf dem sechsten Platz der größten Solarzellenhersteller. Mit 1010 Megawatt produzierte Motech knapp sieben Prozent mehr als im Jahr 2010 (945 Megawatt).

Platz 5 - Trina
Trina ist der fünftgrößte Solarzellenhersteller. Die Produktion der Chinesen nahm gegenüber dem Vorjahr um knapp 48 Prozent zu. Trina produzierte im Jahr 2011 1550 Megawatt Leistung.

Platz 4 - Yingli
Den vierten Platz nimmt der Hersteller Yingli aus China ein. Mit 1604 Megawatt produzierte Yingli 2011 rund 51 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr (1060 Megawatt).

Platz 3 - JA Solar
Drittgrößter Solarzellenhersteller ist JA Solar. Der chinesische Hersteller produzierte 2011 1700 Megawatt. Ein Plus von rund 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 2 - First Solar
Der zweitgrößte Hersteller ist First Solar. Das US-Unternehmen produzierte Solarzellen mit einer Leistung von 1981 Megawatt. Das waren rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr (1412 Megawatt).

Platz 1 - Suntech
Suntech Power ist der größte Solarzellenhersteller der Welt. Im Jahr 2011 produzierte das chinesische Unternehmen Zellen mit einer Leistung von 2220 Megawatt. Das Wachstum hält unvermindert an: ein Jahr zuvor waren es noch 1585 Megawatt. China dominiert die Solarbranche: Vier Unternehmen in den Top fünf kommen aus dem Reich der Mitte.
Platz 20 - Solarworld
Das deutsche Unternehmen Solarworld hat ein Horrorjahr hinter sich und ist nur noch auf Rang 20 der Welt. Der Bonner Solarmodulehersteller produzierte im vergangenen Jahr 525 Megawatt an Leistung. 2007 war Solarworld noch auf Platz sieben des weltweiten Rankings.
Chinesische Produzenten laufen dagegen Sturm. Ihre Allianz für Bezahlbare Solarenergie AFASE (Alliance for Affordable Solar Energy) sprach sich entschieden gegen Strafzölle aus. „Offene Märkte sind unerlässlich, um Solarenergie bezahlbar zu machen und die Klimaschutzziele der EU zu erreichen“, sagte Gregory Spanoudakis, Europa-Präsident der chinesischen Canadian Solar und AFASE-Mitglied. Protektionistische Maßnahmen würden der Solarindustrie in vielerlei Hinsicht schaden. Sie hätten gestiegene Preise zur Folge und würden die Verbraucher ebenso wie die Staatshaushalte stark belasten, sagte er.

Europas Solarfirmen schmieden Bündnis, zuerst sollten die deutschen Politiker abgewatscht werden.
Wie können unsere Politiker so unvernünftig sein, die Subventionen der Solarindustrie dermaßen zu kürzen. Mit einer Kürzung von etwa 2% bis 5% jährlich konnte sich die Solarindustrie hervorragen einstellen.
Leider erfolgten brachiale Kürzungen, die zahlreiche Solarmodulhersteller geradewegs in die Insolvenz getrieben haben. Das ist ein wirtschaftlich verheerendes Ergebnis. Vielleicht wollten unsre Politiker sparen, um den ESM zu füttern.
Die Solarenergie schafft Unabhängigkeit und die Dezentralisierung bringt erhebliche Vorteile. Wer eine Wechselrichteranlage auf dem Dach hat, kann sich glücklich schätzen. Dreht der Stromanbieter den Saft ab, kein Problem, der Strom ist durch Akku-Speicher und Wandler im Haus gesichert.
Die Chinesen unterstützen die Solarindustrie gewaltig. Und Deutschland dreht der Technik den Hahn zu. Wo bleibt der Aufschrei der Partei Bündnis 90 / Die Grünen. Diese Partei ist doch für saubere Ökologie, oder nicht mehr?

Hallo ich meine, dass Sie sich einen dicken Oekobären haben aufbinden lassen. Die Versorger haben sehr reichliche Rückstellungen für die Entsorgung des abgebrannten Kernbrennstoffs wie auch der Kraftwerke gebildet.
Vandale

Lieber Vandale,
wenn kommerziell erzeugter Atomstrom in Deutschland nie "gefördert" wurde, frage ich mich wer denn die Kosten für die Atommüll Einlagerung der nächsten Jahrtausende tragen soll und schon trägt. Ich gehe mal davon aus, das dass nicht die Atomkraftwerksbetreiber sind, sondern der Staat. Somit handelt es sich um eine unüberschaubare, gigantische Subventionierung des Atomstroms.
Also lieber denken, bevor man Kommentare schreibt... Sechs, setzen!
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