Billigung durch US-Gericht
ABB kommt Asbest-Vergleich näher

Der Schweizer Elektrokonzern ABB ist einer Beilegung der seit mehr als drei Jahren gegen ihn geführten Asbestklagen ein weiteres Stück näher gekommen. Ein US-Insolvenzgericht in Pittsburgh billigte den aufgebesserten Vergleichsvorschlag des Konzerns, der Zahlungen im Umfang von 1,4 Mrd. Dollar vorsieht.

DÜSSELDORF. Das Gericht empfahl dem nun zuständigen Distriktgericht die Annahme des Vorschlages. ABB-Chef Fred Kindle zeigte sich über die Entscheidung hoch erfreut. Damit komme ABB der endgültigen Lösung des Streits einen großen Schritt näher, teilte der Konzern mit.

Über 100 000 Betroffene hatten in den USA seit November 2002 gegen ABB geklagt, weil deren US-Tochter Combustion Engineering asbesthaltiges Material in Heizkesseln für Kraftwerke eingesetzt hatte. Die fälligen Rückstellungen und Entschädigungen hatten den Schweizer Konzern fast in die Insolvenz getrieben. Der frühere ABB-Chef Jürgen Dormann ließ die betroffenen US-Tochtergesellschaften Konkurs gehen, um die Risiken zu begrenzen. Der Konzern musste sich außerdem von zahlreichen Geschäftsgebieten trennen, um sein Überleben zu sichern. Heute umfasst das Portfolio nur noch die beiden Kernbereiche Automatisierung und Stromverteilung.

Im vergangenen Dezember hatte ein US-Berufungsgericht den von ABB vorgelegten Vergleichsplan im Volumen von 1,2 Mrd. Dollar zur Neuverhandlung zurückgewiesen, da Kläger Einspruch erhoben hatten. Das jetzt auf 1,4 Mrd. Dollar erhöhte Volumen des Entschädigungsfonds soll nach Hoffnung des ABB-Vorstands den Streit endgültig beilegen. Ein ABB-Sprecher zeigte sich zuversichtlich, da über 90 Prozent der Kläger zugestimmt hätten und auch der bisher härteste Kritiker, der US-Anwalt Steve Kazan, seine Zustimmung erklärt habe.

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