05.01.2010

Bioform-Akquisition: Merz Pharma will in den USA zukaufen

Das Frankfurter Pharmaunternehmen Merz will für umgerechnet rund 177 Mio. Euro das US-Unternehmen Bioform Medical übernehmen. Durch die größte Akquisition in der Firmengeschichte hofft das Familienunternehmen, seine Position in der Dermatologie zu verstärken.

Anzeige
Blick in ein Forschungslabor am Sitz von Merz in Frankfurt am Main. Der Zukauf von Bioform soll die Wachstumschancen in der ästhetischen Medizin verbessern. Quelle: dpaLupe

Blick in ein Forschungslabor am Sitz von Merz in Frankfurt am Main. Der Zukauf von Bioform soll die Wachstumschancen in der ästhetischen Medizin verbessern. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die börsennotierte Bioform vertreibt und entwickelt eine Reihe von Produkten für die Schönheitsbehandlung - ein Bereich in dem Merz ebenfalls vertreten ist, unter anderem mit der Pflegeserie Merz Spezial und einer speziellen Variante des Faltenglätters Botox. Der Umsatz des US-Unternehmens erreichte zuletzt umgerechnet rund 37 Mio. Euro, wobei allerdings ein operativer Verlust von rund 14 Mio. Euro ausgewiesen wurde. Hauptprodukt von Bioform ist ein sogenannter Filler zur Faltenbehandlung. Gemeinsam mit Bioform habe die Merz-Gruppe künftig noch besseres Wachstumspotenzial in der ästhetischen Medizin, sagte der Vorsitzende des Gesellschafterrates und Haupteigner des Unternehmens, Jochen Hückmann.

Den Aktionären von Bioform will Merz 5,45 Dollar je Aktie und damit einen Aufschlag von 60 Prozent gegenüber dem letzten Börsenkurs bieten. Das Bioform-Management und der mit 15 Prozent größte Einzelaktionär des US-Unternehmens, Essex Woodlands Health Ventures, haben dem Deal nach Angaben von Merz bereits zugestimmt.

Merz verzeichnete in den letzten Jahren einen starken Aufschwung dank des erfolgreichen Alzheimer-Medikaments Memantine. Im Geschäftsjahr 2008/09, das im Juni endete, verbuchte das Unternehmen bei 590 Mio. Umsatz einen Betriebsgewinn von 136 Mio. Euro.

Wie etliche Großkonzerne steht allerdings auch Merz vor der Herausforderung, Nachfolgeprodukte aufzubauen für die Zeit ab 2014, wenn das Memantine-Patent ausläuft. Der Bereich Ästhetik soll dabei eine wichtige Rolle spielen. Finanziell dürfte die Übernahme dank des starken Cash-Flows der vergangenen Jahren kein Problem darstellen.

5 Bewertungen: ****
Jetzt bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
  • Webnews
  • Del.Icio.Us
  • Mr. Wong
  • Digg
  • Y!GG
  • Linkarena
  • Google
  • Mein Yahoo!
  • Wikio
Anzeige

Es liegen noch keine Lesermeinungen vor

Kommentar abgeben

Bitte geben Sie den Code aus dem Bild in das nebenstehende Feld ein:

*  diese Felder müssen ausgefüllt werden.
** E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, ist aber notwendig zur     Authentifizierung.

Kommentare werden erst veröffentlicht, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse erfolgreich bestätigt haben. Bitte melden Sie sich daher bei Handelsblatt.com an, oder klicken Sie auf den an Ihre Mail-Adresse gesendeten Bestätigungs-Link, wenn Sie als nicht angemeldeter Nutzer einen Kommentar schreiben.

Weitere Artikel der Rubrik Unternehmen

VW-Betriebsratchef:  "Winterkorn soll länger bin...

Seit 33 Jahren arbeitet Bernd Osterloh bei Volkswagen und kennt den Autokonzern wie kaum e...

Ex-WestLB-Chef:  Thomas Fischer muss Strafe ...

Die Ermittlungen gegen führende Banker der WestLB sind gegen Zahlung von Geldstrafen einge...

Blogkommentare zu diesem Artikel

Anzeige

Top-Arbeitgeber gesucht

Das Great Place to Work Institute untersucht, wie konkurrenzfähig Unternehmen als Arbeitgeber sind. Nehmen Sie an der Benchmarkstudie "Deutschlands Beste Arbeitgeber" teil!

Namen des Tages

Andreas Bierwirth: Der AUA-Vorstandschef hat den Niedergang der Airline gestoppt. Quelle: ap

Austrian Airlines:  Von Wien in die weite Welt

Ein Westfale in Wien soll es richten: Rote Zahlen, Verlust der Eigenständigkeit - die Aust...

Steve Jobs hat bei Apple hunderte Millionen verdient. Quelle: Reuters

Manager-Ranking:  Die bestbezahlten Manager d...

Manager verdienen als Konzernchefs unfassbare Summen, dabei spielen deren feste Gehälter f...

Anzeige

Mittelstand aktuell

Villeroy & Boch hat ein durchwachsenes erstes Halbjahr hinter sich. Quelle: dpa

Keramik-Hersteller:  Kartellstrafe belastet Vill...

Dem Keramik-Hersteller Villeroy & Boch droht wegen einer EU-Kartellstrafe in diesem Jahr e...

Gildemeister-Chef Rüdiger Kapitza ist optmimistisch. Quelle: dpa

Gildemeister-Chef:  „Krise ist für uns vorbei“

Die vergangenen Monate waren für Gildemeister keine einfache Zeit. Nun hat der Werkzeugmas...

Handelsblatt Marktplatz

Die Suchmaschine mit über 200.000 Angeboten der besten Jobbörsen und Zeitungen. Weiter

Parship

Jetzt den Partner finden, der auf Sie wartet

Experteer.de – Executive Karriere

Diskreter Zugang zu 6.000 Headhuntern

HRS - Das Hotelportal

Hotels zu tagesaktuellen Top-Preisen!

Semigator

Seminare & Trainer in Ihrer Region schnell finden und buchen

Anzeige