Biotech-Branche
Verlust von Evotec steigt deutlich

Das Hamburger Biotechunternehmen Evotec ist wegen erhöhter Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2007 deutlich tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, stieg der operative Verlust auf 58,1 Mill. Euro von 34,5 Mill. vor Jahresfrist.

FRANKFURT. Evotec führte dies auf Wertberichtigungen auf die im Jahr 2000 übernommene britische OAI zurück. Auch die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen kräftig, unter anderem wegen der geplanten Übernahme des US-Biopharmazieunternehmens Renovis. Der Nettoverlust aus dem fortgeführten Geschäft erhöhte sich deshalb auf 48,1 Mill. von 29 Mill. Euro.

Evotec hatte sich 2007 von seiner Technologie- und seiner chemischen Entwicklungssparte getrennt. Im fortgeführten Geschäft sanken die Umsätze im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 32,9 Millionen, vor allem weil erfolgsabhängige Zahlungen ausblieben, die Evotec nun 2008 erwartet.

Im laufenden Jahr sollen die Erlöse auf 34 bis 36 Mill. Euro steigen. Der operative Verlust werde nicht steigen, könne sich aber durch eine Auslizenzierung von Wirkstoffen an Pharmaunternehmen verkleinern.

Evotec ist dabei, sich von einem auf Biotech-Dienstleister zu einem pharmazeutischen Unternehmen zu wandeln, das Firmen aus der Arzneimittelbranche Forschungsleistungen anbietet und eigene Projekte gegen neurologische Erkrankungen voranbringt. Mit der Übernahme von Renovis will Evotec seine Medikamentenforschung stärken. Die liquiden Mittel und die erwarteten Einnahmen aus Forschungskooperationen beider Firmen sollen das operative Geschäft mindestens für die nächsten drei Jahre finanzieren.

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