Biotech
Evotec verkauft chemische Entwicklung

Das Hamburger Biotechunternehmen Evotec hat sein Geschäft mit Dienstleistungen für die Entwicklung chemischer Wirkstoffe an das US-Unternehmen Aptuit verkauft. Die Anleger begrüßten diesen Schritt – die Titel des Unternehmens konnten im frühen Handel zulegen.

HB FRANKFURT. Evotec erhalte dafür umgerechnet 46,4 Mill. Euro in bar, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. Mit dem Verkauf trennt sich Evotec von rund 40 Prozent seines Umsatzes. Analysten äußerten sich positiv, die Aktie legte im frühen Handel gut zwei Prozent zu.

Durch den Verkauf schwellen die Finanzmittel auf voraussichtlich 93 bis 98 Mill. Euro zum Jahresende an, wie Evotec mitteilte. Bislang lag die Zielmarke bei 50 bis 55 Mill. Euro. Der Buchgewinn aus dem Verkauf, der im vierten Quartal bilanziert wird, liege voraussichtlich bei rund 25 Mill. Euro. Aus dem weitergeführten Geschäft will Evotec 2007 einen Umsatz von 30 bis 35 Mill. Euro erzielen. Die verkaufte Sparte war zuletzt mit 210 Beschäftigtem auf einen Jahresumsatz von 26,8 Mill. Euro gekommen.

Evotec will sich zu einem pharmazeutischen Unternehmen hin entwickeln, das Firmen aus der Arzneimittelbranche Forschungsleistungen anbietet. „Dazu zählen gemeinsame Forschungsprojekte und Entwicklungspartnerschaften, in die wir intern entwickelte präklinische und klinische Programme einbringen“, erklärte Evotec-Chef Jörn Aldag. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf soll die eigene Entwicklungsarbeit an Medikamenten für die Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems vorangetrieben werden.

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg begrüßten den Verkauf. Das Geschäft mit Dienstleistungen für die chemische Entwicklung von Wirkstoffen habe seit Jahren unter dem Wettbewerb aus Indien gelitten und keine oder nur geringe Erträge gebracht. Künftig erwirtschafte Evotec seinen Umsatz mit Dienstleistungen, die zwar ein höheres Risiko aber auch höhere Margen gewährleisteten, kommentierten die Experten.

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