Biotech
Medikamente in Deutschland auf dem Vormarsch

Fast jeder fünfte Euro bei Arzneimitteln wird für Biotech-Präparate ausgegeben.
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MünchenGentechnisch hergestellte Medikamente sind in Deutschland auf dem Vormarsch. Der Umsatz mit Biotech-Mitteln stieg im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 4,9 Milliarden Euro, wie aus einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting für den Branchenverband Vfa Bio hervorgeht.

Der Anteil am gut 30 Milliarden Euro schweren deutschen Pharmamarkt kletterte damit auf 17 Prozent. Die Mehrheit der eingesetzten Arzneimittel basiert weiter vor allem auf chemischen Wirkstoffen.

Viele neue Biotech-Medikamente hätten in den vergangnen Jahren ihre Wirksamkeit nachgewiesen und würden in immer mehr Bereichen eingesetzt, sagte Vfa-Bio-Chef Frank Mathias, der auch Vorstandsvorsitzender der Biotechfirma MediGene ist. Zudem gab es 2010 sechs Neuzulassungen von Biopharmazeutika, unter anderem des Osteoporose-Medikaments Denosumab vom weltgrößten Biotechkonzern Amgen.

Die Zahl der Biopharmazeutika, die sich in der dritten und letzten Phase der klinischen Entwicklung befinden, stieg um 13 Prozent auf 99.

Im laufenden Jahr rechnet Mathias mit einem geringen Umsatzwachstum mit Biotech-Mitteln, da der im August 2010 auf 16 Prozent erhöhte Zwangsrabatt für neue Medikamente erstmals ganzjährig gilt und neben den gesetzlichen auch die privat Versicherten einschließt. "Bereits im vergangenen Jahr kamen zwangsrabattbedingt rund 310 Millionen Euro des Umsatzes nicht bei den Unternehmen an, sondern den Krankenkassen zugute."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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