Biotechfirma Evotec
Forschungsallianzen zahlen sich aus

Der Gewinn des Biotechnologieunternehmens Evotec hat sich im vergangenen Jahr verdreifacht. Der Konzern entwickelt gemeinsam mit dem Pharmariesen Roche ein Alzheimermedikament. Auch 2012 sollen die Umsätze wachsen.
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Werden, FrankfurtEinnahmen aus Forschungsallianzen mit großen Pharmakonzernen haben dem Hamburger Biotechnunternehmen Evotec im vergangenen Jahr zu einem Gewinnsprung verholfen. Der operative Gewinn habe sich 2011 auf 5,2 Millionen Euro mehr als verdreifacht, teilte Evotec am Dienstag mit.

Der Nettogewinn kletterte auf 6,7 Millionen Euro von 3,0 Millionen Euro im Jahr 2010. Dabei profitierte das Unternehmen von einer kräftigen Abschlagzahlung von 6,9 Millionen Euro des Schweizer Pharmariesen Roche, mit dem Evotec ein Alzheimer-Medikament entwickelt.

Darüber hinaus trieben Meilenstein- und Lizenzzahlungen aus Wirkstoffallianzen mit Boehringer Ingelheim, Ono Pharmaceutical und Shionogi das Ergebnis an. 2011 war das zweite Jahr, in dem das Unternehmen seit seiner Gründung 1993 operativ schwarze Zahlen schrieb.

Evotec setzte 80,1 Millionen Euro um - ein Plus von 45 Prozent. Das Unternehmen beendete das Jahr mit einem Finanzmittelbestand von 62,4 Millionen Euro, zu dem Barguthaben und Guthaben bei Banken sowie Wertpapiere gehören. Für das Jahr 2012 stellte Evotec-Chef Werner Lanthaler ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum auf 88 bis 90 Millionen Euro in Aussicht. Den operativen Gewinn will Evotec ausbauen.

Lanthaler hatte die Zusammenarbeit mit Pharmakonzernen forciert und das Unternehmen umgebaut. Evotec arbeitet inzwischen in der Wirkstoffforschung in verschiedenen Behandlungsgebieten mit internationalen Pharmagrößen zusammen. Bis 2016 will Evotec pro Jahr seinen Umsatz jeweils prozentual zweistellig erhöhen und auch die Profitabilität deutlich verbessern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ACHTUNG: KGV bei EVOTEC beachten, sowie Jahresüberschüsse im Verlgeich zu den Vorjahren und Umsatz je Mitarbeiter. Alle Zahlen sind mit großer Vorsicht zu genießen.
    Im Jahr 2010 schafte Evotec einen Jahresüberschuß von 3,3 Millionen, also einen Umsatz je Mitarbeiter von ca. 11.000 Euro (dies entspricht fast einem HartzIV-Satz), in den 5 Vorjahren hatte dieses Unternehmen einen Gesamtverlust von fast 190 Millionen eingefahren.
    Die Firma würde ich persönlich nicht ins Depot mit aufnehmen.
    http://www.ariva.de/statistics/chart.m?title=Jahresüberschuss&colnames=2005|2006|2007|2008|2009|2010&coldata=-33.6|-32.5|-11.2|-78.3|-45.5|3.3

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