Biotechfirma
Medigene macht weniger Verlust

Medigene ist auf dem Weg, die roten Zahlen zu verlassen. Das Biotechunternehmen hat im ersten Halbjahr dank seines Krebsmittels Eligard mehr umgesetzt und seinen operativen Verlust verringert. Angesichts der nahen Zukunft gibt es noch weitere positive Nachrichten.

HB MARTINSRIED. Das Biotech-Unternehmen MediGene hat im zweiten Quartal weiter auf die Kostenbremse getreten und den Verlust im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesenkt. Im zweiten Jahresviertel sei der Nettoverlust um 18 Prozent auf 6,4 Mio. Euro gesunken, teilte die im TecDax notierte MediGene AG am Freitag in Martinsried bei München mit. Analysten hatten im Schnitt mit einer deutlicheren Reduzierung auf 4,0 Mio. Euro gerechnet. Finanzvorstand Thomas Klaue zeigte sich mit der Entwicklung in der ersten Jahreshälfte zufrieden: „Die Entwicklungen und Ergebnisse des ersten Halbjahrs zeigen MediGene auf einem guten Weg. Einerseits steigen die Erlöse unserer Produkte auf dem Markt und andererseits greifen unsere Kostensenkungsmaßnahmen im Unternehmen.“

2009 will MediGene den Umsatz im Vergleich zu den 40 Mio. Euro des Vorjahres steigern und das Minus beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) weiter reduzieren (2008: -25 Mio. Euro). MediGene verfügte Ende Juni 2009 über liquide Mittel von 13,5 Mio. Euro. Im zweiten Quartal sank der durchschnittliche monatliche Barmittelverbrauch von 1,9 Mio. Euro im Vorjahr auf nunmehr 1,0 Millionen. An der Börse konnte die MediGene-Aktie mit dem Zahlenwerk nicht überzeugen. Die Papiere wurden zur Börseneröffnung mit Minus 3,09 Prozent bei 4,39 Euro gehandelt.

Besonders wichtig für den Erfolg des Unternehmens wird der Abschluss einer Partnerschaft für das Krebsmittel EndoTAG-1 sein. „Die Verhandlungen hierzu befinden sich im fortgeschrittenen Stadium“, sagte Klaue. Seit November führen die Martinsrieder Gespräche über eine Vermarktungspartnerschaft. MediGene traut EndoTAG, das sich derzeit unter anderem zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Brustkrebs noch in der Entwicklung befindet, jährliche Spitzenumsätze von mehr als einer Milliarde Euro zu.

In den vergangenen Monaten wurden dem Pharmakonzern Pfizer , dem Schweizer Konkurrenten Roche , dem US-Konzern Eli Lilly sowie dem weltgrößten Biotech-Konzern Amgen ein Interesse an einer EndoTag Partnerschaft und teilweise an einer kompletten Übernahme der Martinsrieder nachgesagt. MediGene hat bisher mit dem Prostatamittel Eligard und der Salbe Veregen zwei Medikamente auf dem Markt.

Während der Umsatz von 8,8 auf 8,4 Mio. Euro sank, reduzierte MediGene das Minus beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 45 Prozent auf 4,9 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von einem Verlust in Höhe von 9,3 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 5,12 Mio. Euro. In den ersten sechs Monaten wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 42 und die Vertriebskosten um 33 Prozent gesenkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%