Biotechfirma: Morphosys sieht weiteres Wachstum

Biotechfirma
Morphosys sieht weiteres Wachstum

Das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr verdient und umgesetzt als im Vorjahr und operativ die Erwartungen des Marktes übertroffen.

FRANKFURT. Morphosys will seine Position als einer der führenden Technologieanbieter im Bereich der therapeutischen Antikörper weiter ausbauen. Vorstandsvorsitzender Simon Moroney stellte am Mittwoch für 2007 ein zweistelliges Wachstum von Umsatz und operativem Gewinn, einen „interessanten Deal-flow“ sowie weitere Fortschritte innerhalb der bereits bestehenden Allianzen in Aussicht.

Forschungs-Kooperationen mit großen Pharmafirmen oder anderen Biotechfirmen lieferten 2006 rund zwei Drittel zum Gesamtumsatz von Morphosys, der um gut die Hälfte auf 53 Mill. Euro zulegte. Ein weiteres Drittel entfällt auf das noch relativ junge Geschäft mit Antikörpern für Forschungslabore, das man durch die Übernahme der britischen Firma Serotec stark erweitert hat. In diesem Bereich hofft Moroney eine zusätzliche Ertragsquelle mit größerer Stetigkeit zu erschließen, die zudem gewisse Synergien zur Pharmaforschung bietet.

Vor allem dank stetig wachsender Einnahmen aus den Forschungsallianzen gehört Morphosys heute schon zu den wenigen deutschen Biotechfirmen, die schwarze Zahlen schreiben und einen positiven Cashflow erwirtschaften. Für 2006 weist das Unternehmen einen Gewinnanstieg von 4,6 Mill. Euro auf sechs Mill. Euro sowie einen positiven freien Cashflow von rund 12 Mill. Euro aus. Da man zudem eine Kapitalerhöhung platzierte, hat sich die Cash-Position trotz der Serotec-Übernahme um rund ein Fünftel auf 66 Mill. Euro erhöht.

Auch 2007 dürfte das laufende Geschäft einen Überschuss an liquiden Mitteln liefern. Immerhin rechnet Moroney bei 60 bis 65 Mill. Euro Umsatz mit einem Anstieg des Betriebsgewinns auf sieben bis zehn Millionen Euro. Erstmals soll dazu auch der Bereich Forschungs-Antikörper mit schwarzen Zahlen beitragen.

Mittel- und langfristig bieten die Forschungsallianzen im Bereich der therapeutischen Antikörper indessen weiterhin die mit Abstand interessantesten Perspektiven. In diesen Partnerschaften stellt Morphosys seine umfangreiche Sammlung an Antikörpern zur Verfügung, die dann von Pharmaunternehmen als mögliche Wirkstoffkandidaten getestet werden. Im Gegenzug leisten die Pharmapartner feste sowie erfolgsabhängige Zahlungen zu. Zudem hat das Münchner Unternehmen Anspruch auf Lizenzgebühren (in meist einstelliger Höhe), sollten Moleküle aus der Antikörper-Bibliothek einmal als Medikamente auf den Markt kommen – was allerdings kaum vor Anfang des kommenden Jahrzehnts zu erwarten ist.

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