Biotechnologie
Biotech-Riese Amgen schwächelt

Der weltgrößte Biotechnologie- Konzern hat mit einem verhaltenen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr enttäuscht. Mit seiner Gewinnschätzung liegt Amgen hinter den Analysten-Erwartungen zurück. Amgen setzt derweil seine Hoffnung auf das Osteoporose-Mittel Denosumab.

HB NEW YORK. Das Unternehmen rechnet für 2009 mit Erlösen von maximal 15,2 Milliarden Dollar – weniger als von Analysten bislang prognostiziert. Amgen-Aktien verloren im nachbörslichen Handel an der Wall Street 2,6 Prozent.

Der Konzern stellte am Montag nach Börsenschluss einen Gewinn je Aktie vor Sonderposten von 4,55 bis 4,75 Dollar für dieses Jahr in Aussicht. Damit würde der Anstieg selbst im besten Fall noch niedriger ausfallen als im vergangenen Jahr: 2008 verdiente Amgen vor Sonderposten 4,55 Dollar je Aktie – ein Plus von sechs Prozent. Der Umsatz kletterte um zwei Prozent auf 15 Milliarden Dollar.

Bei Amgen richten sich alle Augen derzeit aber ohnehin auf die weitere Entwicklung des Hoffnungsträgers Denosumab, der zur Behandlung von Knochenkrebs und Osteoporose eingesetzt werden soll. „Wichtig sind die anstehenden Daten zu Denosumab. Diese Ergebnisse werden jegliche finanziellen Eckdaten überschatten“, urteilte Cowen-Analyst Eric Schmidt.

Nach Einschätzung von Experten, die dem Mittel Milliardenumsätze zutrauen, könnte Denosumab für Amgen der wichtigste Wachstumstreiber in den kommenden Jahren werden. Der US-Zulassungsantrag zur Behandlung von Osteoporose ist bereits gestellt, die entscheidenden Studiendaten zum Einsatz bei Krebs werden in diesem Jahr erwartet.

Derzeit verhandelt Amgen über eine Vermarktungspartnerschaft für das Mittel außerhalb der USA. Denosumab könnte Amgen helfen, sinkende Umsätze bei seinem Top-Medikament Aranesp ausgleichen, bei dem das Geschäft im Heimatmarkt USA wegen einer restriktiveren Erstattung durch die Krankenkassen und Sicherheitsbedenken schwächelt. 2008 fielen die Erlöse mit dem Anämiemittel um 13 Prozent auf 3,137 Milliarden Dollar.

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