Biotechunternehmen
Actelion entlässt doch weniger Mitarbeiter

Statt 70 Mitarbeitern zu kündigen, müssen jetzt doch nur 40 gehen: Das Schweizer Biotechunternehmen Actelion wird im Zuge seines Sparprogramms weniger Mitarbeiter entlassen als bisher geplant.
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ZürichAm Hauptsitz in Allschwil bei Basel kündigt das Unternehmen maximal 40 Beschäftigten statt bis zu 70 Mitarbeitern, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Mehr Mitarbeiter als von Actelion erwartet hätten von sich aus das Unternehmen verlassen, erläuterte ein Sprecher. Weltweit werden 135 der insgesamt rund 2500 Stellen gestrichen, ein großer Teil davon in der Forschung und Entwicklung.

Actelion sieht sich zu Einschnitten gezwungen, weil das wichtigste Medikament Tracleer gegen Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH) aufgrund auslaufender Patente zunehmend an Boden verliert. Das Mittel steuert mit 1,5 Milliarden Franken rund 90 Prozent des Jahresumsatzes bei. Nach einer Reihe von Fehlschlägen zieht sich Actelion zudem aus der Entwicklung von Medikamenten gegen gewisse Krankheiten zurück, sodass die entsprechenden Forscher nicht mehr gebraucht werden.

Die Kosteneinsparungen sollen im letzten Teil des Jahres 2012 zu greifen beginnen und den Gewinn ankurbeln. Statt einer Stagnation rechnet der Konzern für 2012 dank der niedrigeren Kosten mit einem Wachstum des Kerngewinns im mittleren einstelligen Prozentbereich. Im kommenden Jahr werde der Kerngewinn dann stagnieren. 2014 erwartet Actelion ein einstelliges und 2015 ein zweistelliges Wachstum.

Die mit dem Sparprogramm verbundenen Restrukturierungskosten stehen den Angaben zufolge noch nicht genau fest. Sie sollen im dritten Quartal 2012 verbucht werden. Unter anderem zahlt Actelion Abfindungen und hilft bei der Suche nach Arbeitsplätzen außerhalb des Unternehmens.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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