Biotest: Verluste wegen Verkauf von US-Therapiegeschäft

Biotest
Verluste wegen Verkauf von US-Therapiegeschäft

Das hessische Pharmaunternehmen Biotest muss nach dem Verkauf des US-Therapiegeschäfts einen hohen Verlust verkraften. Die Börse reagierte sofort. Die Aktie fiel um mehr als vier Prozent.
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FrankfurtDie Pharmafirma Biotest verabschiedet sich mit einem hohem Verlust von ihrem US-Therapiegeschäft. Die Sparte geht an die US-Biopharmaziefirma Adma Biologics, an der sich Biotest im Zuge der Transaktion mit knapp 50 Prozent beteiligt, wie das hessische Unternehmen am Montag mitteilte. Biotest zahlt zudem 11,5 Millionen Euro an Adma, gewährt den Amerikanern einen Kredit über 14 Millionen Euro und wird sich mit bis zu 11,5 Millionen Euro an einer künftigen Kapitalerhöhung des Unternehmens beteiligen.

Das US-Therapiegeschäft wird ab sofort als nicht fortgeführter Geschäftsbereich ausgewiesen, für den Biotest für das vergangene Jahr einen Nachsteuerverlust von rund 80 Millionen Euro erwartet. Das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche soll sich dagegen um etwa 30 Millionen verbessern.

An der Börse kam die Nachricht nicht gut an. Biotest-Aktien fielen um mehr als vier Prozent und waren größter Verlierer im Kleinwerteindex SDax. Das Unternehmen leidet bereits seit längerem unter Problemen im US-Geschäft, die bereits 2015 zu einem Nachsteuerverlust von mehr als 82 Millionen Euro führten. Biotest gibt Anlagen, Produkte, Lohnverarbeitungsverträge sowie Grundstücke und Bürogebäude in Boca Raton in Florida an Adma ab.

Dafür erhalten die Hessen Vertriebsrechte für ein Produkt der Amerikaner sowie ein Vorkaufsrecht für künftige ADMA-Plasmaprodukte in Europa, dem Mittleren und Nahen Osten sowie ausgewählten asiatischen Ländern. Der Abschluss des Deals wird für das erste Halbjahr erwartet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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