Birma-Holz
Strafanzeigen gegen Holzhändler

Deutsche Holzhändler verstoßen nach Ansicht des WWF gegen ein EU-Importverbot für Holz aus Birma. Die Umweltorganisation erstattete gegen 14 Firmen Strafanzeige. Sie sollen indirekt die Machthaber in Birma unterstützen.

HB FRANKFURT/MAIN. Die Händler bieten demnach offen Holz aus Birma zum Verkauf an. Menschenrechtler kritisieren die Machthaber in Birma regelmäßig, unter anderem wegen der Verfolgung Oppositioneller.

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel erklärte, dass der Import über andere Länder noch immer gestattet sei. "Ich gehe davon aus, dass unsere Firmen keinen Direktimport aus Birma vornehmen", sagte Hauptgeschäftsführer Rudolf Luers am Montag der AP. Von Anzeigen sei im Verband nichts bekannt. Es hätten sich keine Mitgliedsfirmen gemeldet.

WWF-Waldexperte Johannes Zahnen sagte der AP, vier Firmen hätten bestätigt, dass sie Holz aus Birma auf Lager hätten. Eine hätte sogar angeboten, Holz aus einem frischen Stamm zu schneiden.

Nach Angaben des Verbandes wurden im vergangenen Jahr 987 Kubikmeter Holz aus Birma im Wert von 1,9 Mio. Euro nach Deutschland importiert. Das Teakholz wird zum Beispiel für Gartenmöbel oder im Schiffsbau verwendet. Die ARD-Sendung sollte am Montagabend ausgestrahlt werden.

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