Bis zu 400 Stellen fallen weg
Carl Zeiss verlagert Brillenglas-Produktion ins Ausland

Der Opto-Elektronik-Konzern Carl Zeiss hat angekündigt, in der bei der Brillenglas-Produktion im württembergischen Aalen in den kommenden zwei Jahren bis zu 400 von 1360 Arbeitsplätzen zu streichen.

HB STUTTGART. Die Produktion von Standardgläsern solle ins Ausland verlegt werden, sagte der Geschäftsführer der Carl Zeiss Vision GmbH, Rudolf Spiller, am Dienstag in Aalen. Der neue Produktionsort stehe noch nicht fest. Das Unternehmen begründete den Abbau mit den hohen Arbeitskosten im Inland und damit, dass der Absatz von Brillengläsern in Folge der Gesundheitsreform in Deutschland seit 2003 um ein Fünftel zurückgegangen sei. „Und das wird noch einige Zeit andauern“, sagte Spiller. Carl Zeiss erzielt im Inland nur noch 20 Prozent seines Umsatzes. In Gesprächen mit dem Betriebsrat und der IG Metall könnte der Stellenabbau über Kostensenkungen zum Teil vermieden werden, machte Spiller den Mitarbeitern doch noch Hoffnung. Betriebsbedingte Kündigungen könnten aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Der Standort Aalen soll sich künftig auf Spezialgläser konzentrieren, wie sie etwa für Gleitsichtbrillen benötigt werden. Mit Investitionen von vier Millionen Euro wird die Produktion ausgebaut. Carl Zeiss hatte seine Brillengläsersparte im Frühjahr in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Hersteller Sola eingebracht. Mit der Fusion habe der Stellenabbau nichts zu tun, betonte Spiller jedoch.

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