Bis zu 6000 Jobs
VW baut drastisch Stellen in Brasilien ab

Volkswagen will in Kürze den Abbau von bis zu 6000 Stellen in Brasilien starten.

HB SAO PAULO. Bereits in der nächsten Woche wolle VW mit den Streichungen im brasilianischen Werk in Taubate im Bundesstaat Sao Paulo beginnen, sagte ein VW-Personalmanager am Mittwoch. Insgesamt sollen innerhalb von zwei Jahren in den vier brasilianischen VW-Werken 4000 bis 6000 der 21 000 Stellen abgebaut werden.

Ein Sprecher der Gewerkschaft in Taubate sagte, mit der Werksleitung sei ein Vorschlag ausgearbeitet worden, mit dessen Hilfe Entlassungen in dem Werk vermeidbar seien. Mit Zustimmung der Belegschaft könne VW so auf 681 Kündigungen verzichten. Die Abstimmung solle noch in dieser Woche stattfinden. Über Inhalte des Kompromisses wollte er sicht nicht äußern.

Im Mai hatte der Chef von VW do Brasil, Hans-Christian Maergner erklärt, die Produktionskosten müssten um ein Viertel sinken, ein Stellenabbau sei unvermeidlich. Rein rechnerisch sei eines der nicht ausgelasteten Werke in Brasilien überflüssig. Eine Werkschließung wäre aber das letzte Mittel.

Volkswagen leidet erheblich unter dem hohen Wechselkurs des brasilianischen Real zum Dollar, der die Exporte aus Brasilien teuer macht. Der Konzern rechnet damit, bis 2008 möglicherweise bis zu 100.000 Autos pro Jahr weniger aus Brasilien ausführen zu können. Volkswagen hatte bereits 2003 für die Standorte in Brasilien ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt, um die Kosten zu senken und die Wettbewerbssituation zu verbessern.

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