Bisherigen Lizenznehmer MH Shoes übernommen
Boss will der Konsumflaute trotzen

Der Modekonzern Hogo Boss rechnet in diesem Jahr nicht mehr mit einer deutlichen Zunahme des Konsums auf den Hauptabsatzmärkten, will seinen Umsatz aber leicht steigern.

HB STUTTGART. „Im Ergebnis planen wir auf allen Ebenen, also im Rohertrag, im Betriebsergebnis sowie im Ergebnis vor und nach Steuern, eine Steigerung“, sagte Vorstandschef Bruno Sälzer am Dienstag auf der Hauptversammlung in Stuttgart. Die Märkte in Asien und die USA sollten sich besser entwickeln als Europa, hieß es. Für den deutschen Markt erwartet die Hugo Boss AG (Metzingen) erneut einen Rückgang. Der eigene Umsatz werde sich in Deutschland aber stabil entwickeln, in den USA erwartet Boss in Euro ebenfalls einen stabilen Umsatz, während es in lokalen Währungen einen Zuwachs geben werde.

Sälzer sagte, Boss habe im vergangenen Jahr mit seinem Effizienzsteigerungsprogramm fünf Millionen Euro eingespart, die in dieser Höhe dauerhaft pro Jahr anfallen würden. Boss hatte 2003 den Gewinn um zehn Prozent auf 82,4 Millionen Euro gesteigert, der Umsatz sank währungsbedingt um vier Prozent auf 1,05 Milliarden Euro.

Der Metzinger Modekonzern rechnet für seine gerade aus den roten Zahlen gekommene Damenmode-Sparte „Boss Woman“ in den nächsten Jahren weiter mit steilen Umsatzzuwächsen. In den Jahren 2005 bis 2007 müsse ein Wachstum von jährlich 15 bis 20 Prozent machbar sein, sagte Vorstandschef Bruno Sälzer am Dienstag auf der Hauptversammlung in Stuttgart. Etwa bis 2012 könne das Damenmode-Geschäft damit rund 30 Prozent des Umsatzes beisteuern. Im laufenden Jahr solle die vor rund vier Jahren mit großen Anlaufschwierigkeiten gestartete Marke ihren Umsatz um 30 Prozent steigern und ein ausgeglichenes Ergebnis liefern. „Man muss in der Branche in der Frauenmode einfach präsent sein in einer angemessenen Größe“, rechtfertigte Sälzer vor den Aktionären den Einstieg in das Segment, das im zweiten Halbjahr 2003 erstmals die Gewinnzone erreicht hatte.

Der Damenmode-Markt sei deutlich größer als das Herrenmode-Geschäft, Accessoires wie Handtaschen und Schuhe eingeschlossen sogar beinahe doppelt so groß. Die Damensparte sei auch der Grund für die Übernahme des bisherigen Lizenznehmers MH Shoes gewesen, erläuterte Sälzer. „Schuhe und Lederwaren sind in der Damenmode stilbildend und identitätsstiftend“, sagte er.

Der Vorstandschef bekräftigte die Erwartung für 2004, den Umsatz im Konzern trotz der Kaufzurückhaltung der Verbraucher in den großen Märkten leicht zu steigern und den Gewinn im Vergleich dazu stärker auszubauen. Der Weltmarkt der gehobenen Kleidung werde das Vorjahresniveau leicht übertreffen.

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