Bislang hat Brüssel gegen Coca-Cola noch kein Verfahren eröffnet
Coca-Cola könnte Kartellverfahren abwenden

Der Coca-Cola-Konzern könnte mit Konzessionen beim Rabattsystem ein drohendes Brüsseler Kartellverfahren wegen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung abwenden.

HB BRÜSSEL. Dazu verhandele die EU-Kommission derzeit mit dem Getränkeriesen, hieß es am Donnerstag in Brüsseler Kommissionskreisen. Es gebe aber bisher keine Einigung.

Brüssel will dem Vernehmen nach den so genannten Gesamt-Sortimentsrabatt kippen, mit dem Händler zum Aufstellen des gesamten Getränkesortiments des Konzerns ermuntert werden sollen. Die EU-Wettbewerbshüter dringen auf einen „Leistungswettbewerb an den Regalen“. Damit soll verhindert werden, dass verkaufsschwache Marken durch eine günstige Präsentation im Geschäft an den Mann oder die Frau gebracht werden. Die Produkte sollen hingegen gemäß ihrer Verkaufszahlen aufgestellt werden.

Brüssel untersucht schon längerem die Geschäftspraktiken von Coca-Cola in Europa, hat aber bisher kein Verfahren eröffnet. EU-Ermittler durchsuchten in den Jahren 1999 und 2000 in mehreren europäischen Ländern Abfüller und Tochtergesellschaften, darunter auch in Deutschland. Bei Kartellverfahren drohen in letzter Konsequenz Geldbußen.

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