Bislang ist keine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland vorgesehen
Vor VW-Tarifrunde zeigt sich IG-Metall kampfbereit

Unmittelbar vor den Tarifverhandlungen bei VW am Mittwoch hat die IG-Metall ihre Kampfbereitschaft bekräftigt und vom Autobauer Arbeitsplatzgarantien gefordert. VW signalisierte indes, dass die Belegschaft an einer Nullrunde nicht vorbeikommen werde. Vom Rückgang der Autozulassungen in Europa ist auch der Wolfsburger Konzern nicht verschont geblieben.

HB HANNOVER „Wir werden Volkswagen vor uns hertreiben“, sagte IG Metall Verhandlungsführer Hartmut Meine der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstag). „Die Tarifrunde wird knallhart.“ Der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller, sagte in Hannover, angesichts sinkender Zulassungszahlen werde VW an einer Nullrunde nicht vorbekommen, wenn der Personalbestand gehalten werden solle.

Die Autozulassungen in Europa gingen nach Angaben des europäischen Herstellerverbandes ACEA in Brüssel wegen wirtschaftlicher Unsicherheiten in vielen Ländern weiter zurück. Der Marktanteil der VW-Gruppe sank in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 18,1 auf 17,7 Prozent.

Meine sagte laut Medienberichten, beide Seiten stünden in der Verantwortung, sich seriös um einen Kompromiss zu bemühen. Er wies zugleich Streikszenarien zum jetzigen Zeitpunkt zurück. Die Gewerkschaft bestehe aber neben einer Beschäftigungsgarantie mit konkreten Produktentscheidungen auf der Forderung nach einer Lohnanhebung von 4 Prozent.

Die Tarifverhandlungen für die rund 103 000 VW-Beschäftigten in den sechs westdeutschen Werken beginnen an diesem Mittwoch in Hannover. VW will angesichts der schwierigen Lage der Branche eine zweijährige Nullrunde bei den Löhnen, mehr Flexibilität und eine stärkere Konkurrenz der Standorte untereinander. Von 2005 an soll bei Neueinstellungen nur noch der Flächentarifvertrag gelten und der für VW teurere Haustarifvertrag auslaufen.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) sagte, eine Entscheidung über eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland stehe bei VW derzeit nicht an. Die Landesregierung sehe sich aber in der Pflicht, für alle VW-Standorte in Niedersachsen zu kämpfen.

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