Blablacar-Chef Bremer
„Wer nur Blondinen unter 30 sucht, fliegt raus“

Blablacar will zur neuen Nummer Eins im deutschen Markt für Mitfahrgelegenheiten aufsteigen. Im Interview spricht Deutschland-Chef Olivier Bremer über mögliche Gebühren und unseriöse Angebote.
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Die französische Mitfahrzentrale Blablacar kommt mittlerweile europaweit auf sieben Millionen Mitglieder. In 12 Ländern ist das Unternehmen aktiv, und will nun auch in Deutschland Marktführer werden. Eine Aufgabe, die Olivier Bremer übernehmen soll. Der gebürtige Schweizer wuchs in Italien auf und gründete dort Postinauto.it, die erste Mitfahrzentrale Italiens, die 2012 durch Blablacar übernommen wurde. Im Interview erklärt er, wie das Unternehmen weiter wachsen will.

Herr Bremer, vor einem Jahr sind Sie in Deutschland gestartet mit dem Anspruch den Marktführer mitfahrgelegenheit.de vom Thron zu stoßen. Wie kommen Sie voran?
Wir haben seitdem ein kontinuierliches Wachstum hingelegt und kommen nach unseren Schätzungen mittlerweile auf einen Marktanteil von etwa 40 Prozent. Mitfahrgelegenheit.de gibt es in Deutschland seit mittlerweile 13 Jahren – das war lange der Platzhirsch. Das hat uns den Einstieg aber auch erleichtert, denn Mitfahrgelegenheiten an sich sind in Deutschland nichts Neues und viele Menschen haben sofort positiv auf unser neues Konzept reagiert.

Der Markt in Deutschland gilt als hart umkämpft. Wie grenzen sie sich ab?
Wer neue Kunden gewinnen will, braucht das beste Gesamtpaket. Also die größte Übersichtlichkeit, die meisten Fahrten, die besten Preise und so weiter. Wir bringen da eine große Erfahrung mit, weil wir nicht nur sieben Millionen Nutzer europaweit haben, sondern weil wir auch in allen Ländern außer Deutschland Marktführer sind, in denen wir aktiv sind.

Ihr Konkurrent Mitfahrgelegenheit.de hat viele Nutzer an Sie verloren, weil Gebühren eingeführt wurden. In Deutschland ist Ihr Angebot noch kostenlos, in Frankreich erheben Sie auch Gebühren. Wann wird Blablacar auch in Deutschland kostenpflichtig?
Man kann die Unterschiede zwischen den Mitfahrzentralen nicht auf den Aspekt Gebührenpflicht reduzieren. Wir sind in Deutschland gestartet mit dem Ziel, mit einem neuen, sozialeren Konzept Markführer zu werden, und erst einmal weiter zu wachsen. Ob wir Gebühren nehmen und wie wir das in Zukunft ausgestalten werden, wissen wir selbst noch nicht. Wir sind aber davon überzeugt, dass Gebühren nur in Verbindung mit einem deutlichen Mehrwert gerechtfertigt sind. In Deutschland stellt sich diese Frage auch nicht so dringend, weil die meisten Mitfahrer sehr zuverlässig sind. Unser Zahlungssystem in Frankreich haben wir eingeführt, weil wir festgestellt haben, dass relativ viele Mitfahrer nicht besonders verlässlich waren. Dort hatten wir das Problem, dass fast ein Drittel aller Mitfahrer nicht wie vereinbart zum Treffpunkt erschien. Im Gegenzug haben dann viele Fahrer ihr Auto überbucht, um auch sicher genug Mitfahrer zu haben.

Und jetzt?
Wir haben nun in Frankreich ein System eingeführt, bei dem Fahrten von der Mitfahrern im Vorfeld bei uns bezahlt werden, wir überweisen das Geld dann an den Fahrer. Dafür zahlt der Mitfahrer eine Gebühr zwischen 7 und 12 Prozent – je nach Buchungszeitraum. Das funktioniert relativ reibungslos.

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„Mitfahrer sind überwiegend jünger und weiblich“

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  • Das habe ich auch schon oft kritisiert; aber bislang gab es keine Reaktion.
    Auch der "Lückentext", der automatische Kommentare verhindern soll, ist oft so misverständlich (Groß- oder Kleinbuchstaben, ähnliche Buchstaben/Zahlen), dass ich dann mehrere Versuche brauche.
    Da vergeht einem die Lust am Schreiben von Kommentaren.
    Abhier schreibe ich schon weider blind, und kann kaun noch korrigieren.

  • "endlich" --- grrrr :-) - aber das Anliegen unterschreibe ich sofort!!!

  • Texteingabefeld *grrrr*

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