Blitzumfrage
Obama hebt Stimmung in den Firmen

Deutsche Unternehmen in den USA begrüßen die Präsidentschaft von Barack Obama und rechnen mit raschen Impulsen für die lahmende Wirtschaft, zeigt eine Studie. Zwei Drittel der Befragten rechnen damit, dass Obama die Realwirtschaft ein Stück weit beflügeln wird.

DÜSSELDORF. Deutsche Firmen in den USA begrüßen die Präsidentschaft von Barack Obama und verbinden sie mit einem raschen Stimmungsimpuls. Die sich abzeichnende Rezession kann der Regierungswechsel allerdings nicht abwenden. Das zeigt eine Blitzumfrage der Unternehmensberatung Droege & Comp. unter mehr als 300 Unternehmensmanagern in den USA, die dem Handelsblatt vorliegt.

Zwei Drittel der Befragten rechnen damit, dass Obama die Realwirtschaft ein Stück weit beflügeln wird. Dennoch geht fast jedes zweite Unternehmen für 2009 von einem negativen Wirtschaftswachstum aus. „Die Rezession ist bereits in den Auftragsbüchern angekommen. Doch jetzt gilt das typisch amerikanische Prinzip: nach vorne schauen!“, sagt Lars Knorn, Partner im New Yorker Büro von Droege. Die Befragten sind kleine Mittelständler mit 20 bis 50 Mio. Euro Umsatz bis hin zu Großkonzernen mit mehreren Milliarden Euro Umsatz, darunter mehrere Dax-Unternehmen. Die Teilnehmer repräsentieren alle Branchen, darunter Maschinenbau, Grundstoffindustrie, Konsum und Dienstleistung.

Der Optimismus basiert auf ersten Reaktionen des Präsidenten. Obama hatte in einer Rundfunkansprache an die politischen Lager appelliert, ihre Differenzen zu begraben. Unmittelbar nach seiner Wahl hatte Obama mit hochkarätigen Wirtschaftsexperten über Lösungsmöglichkeiten für die Finanz- und Wirtschaftskrise gesprochen.

Unter diesem Eindruck stand die am Wochenende abgeschlossene Umfrage. Gleichzeitig bestätigten sich aber – ebenfalls am Wochenende – Befürchtungen, dass die USA auf die schärfste Rezession seit den 80er-Jahren zusteuern. Die US-Bank Goldman Sachs rechnet damit, dass bereits im laufenden Quartal das Bruttoinlandsprodukt auf das Jahr hochgerechnet 3,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal einbricht. Damit sind die Voraussetzungen für eine Rezession erfüllt, nachdem die Wirtschaft bereits im vergangenen Quartal geschrumpft war. Obama wird daran also nichts mehr ändern können.

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