Blockadehaltung der Gewerkschaft
VW droht Brasilianern mit Werksschließung

Nicht nur in Deutschland baut Volkswagen tausende Stellen ab. Auch in Brasilien reduziert der Autokonzern seine Belegschaft. Diese wehrt sich. Deshalb hat VW nun mit der Schließung des größten und ältesten Werkes gedroht. Das würde tausende Mitarbeiter treffen.

HB SAO PAULO. Falls die Gespräche mit den örtlichen Gewerkschaften über den Umstrukturierungsplan des Konzerns scheiterten, erwäge der Autobauer, das Werk Anchieta bei Sao Paulo zu schließen, teilte Volkswagen do Brasil am Montag mit. Ohne den Restrukturierungsplan seien für das Werk keine neuen Investionen möglich, die für den weiteren Betrieb aber nötig seien.

VW ist der größte Fahrzeug-Exporteur Brasiliens. Das Unternehmen wurde deshalb vom Anstieg der heimischen Währung Real im Vergleich zu Euro und US-Dollar in den vergangen drei Jahren besonders hart getroffen. Der ungünstige Wechselkurs macht die Exporte teuer. das belastet auch den gesamten Konzern, ist VW do Brasil doch eine der großen Auslandstöchter neben Mexiko, China und Südafrika. Von hier kommt der Kleinwagen Fox nach Deutschland.

Im Juli hatte VW angekündigt, innerhalb von zwei Jahren in seinen brasilianischen Werken 4 000 bis 6 000 der 21 000 Stellen abzubauen. In Anchieta, dem ältesten Volkswagen-Werk außerhalb Deutschlands, beschäftigt das Unternehmen 12 000 Mitarbeiter. 3 600 dieser Stellen will VW mit Hilfe von Abfindungen bis 2008 abbauen. Die Belegschaft des Werkes wollte am Dienstag über den Konzernplan beraten.

Im Mai hatte VW do Brasil erklärt, die Produktionskosten müssten um ein Viertel sinken, ein Stellenabbau sei unvermeidlich. Rein rechnerisch sei eines der nicht ausgelasteten Werke in Brasilien überflüssig. Eine Werkschließung wäre aber das letzte Mittel.

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