
FrankfurtBoehringer Ingelheim und sein US-Partner Eli Lilly können in Europa auf die rasche Zulassung ihres neuen Mittels gegen Altersdiabetes hoffen. Der Medikamentenausschuss der europäischen Arzneimittelbehörde EMA empfahl das Präparat Linagliptin zur Genehmigung, wie das Familienunternehmen aus Ingelheim bei Mainz am Freitag mitteilte. Üblicherweise folgt die EU-Kommission dem Votum der Arzneiexperten der Londoner Behörde binnen weniger Wochen.
Deutschland würde dann eines der ersten Länder sein, in denen das Präparat in Europa auf den Markt kommt, sagte eine Sprecherin von Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern.
Boehringer Ingelheim und der US-Arzneimittelhersteller aus Indianapolis wollen zusammen bis zu fünf neue Wirkstoffe zur Behandlung der Zuckerkrankheit entwickeln und auf den Markt bringen. Boehringer Ingelheim traut den Arzneien nach 2020 einen Spitzenumsatz von zusammen rund zehn Milliarden Euro zu. In den USA sind Linagliptin-Tabletten unter dem Namen „Tradjenta“ bereits erhältlich. Es ist das erste Präparat aus der im Januar beschlossenen Allianz der beiden Konzerne, das es auf den Markt geschafft hat.