BMW, Audi, Porsche
Autokäufer werden immer älter

Der „Methusalem-Effekt“ hat die Autohäuser erreicht: Der durchschnittliche Autokäufer wird immer älter. Das zeigt eine neue Studie. An der Entwicklung sind die Autobauer nicht unschuldig.
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DüsseldorfWer in Deutschland einen Neuwagen kauft, ist im Schnitt 53 Jahre alt - und damit deutlich älter als die Gesamtbevölkerung. Das zeigt eine neue Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Nur noch einer von vier Neuwagen wird überhaupt an Kunden verkauft, die jünger sind als 45 Jahre. Vor 20 Jahren war es noch jeder Zweite. Im Autohaus sind die Alten die besten Kunden.

Denn die jungen Käufer greifen meist zum Schnäppchen. Mit Tageszulassungen und jungen Gebrauchten polieren die Autobauer ihre Zulassungsstatistik auf. Doch die Tricks hinterlassen auch Spuren in der Altersstruktur. „Die Autobauer in Deutschland trainieren ihre Kunden auf Tageszulassungen, Jungwagen, Schnäppchen“, sagt Studienautor Ferdinand Dudenhöffer. 

Der deutsche Autobauer Opel, der in den vergangenen Monaten auf einen vergleichsweise hohen Anteil an Eigenzulassungen gesetzt hat, kommt in der Studie des CAR-Instituts auf den branchenweit zweithöchsten Altersdurchschnitt. Ein Opel-Käufer ist im Schnitt 55,5 Jahre alt. Konkurrent Ford, der die Eigenzulassungen zuletzt zurückgefahren hat, konnte den Altersschnitt auf 51,5 Jahre senken. Wer einen Ford kaufen will, muss wieder zum „echten Neuwagen“ greifen. 

Aber auch der Preis hält junge Autokäufer fern: Porsche und Mercedes rangieren in der Altersrangliste auf den vorderen Plätzen. „Der Porsche Neuwagen ist eher was für Opis“, lästert Studienautor Dudenhöffer.  Und auch ein anderer Trend macht den Autobauern zu schaffen. Besonders in den Großstädten verzichten junge Autofahrer oft ganz auf ein eigenes Auto und setzen auf alternative Verkehrskonzepte. Gerade in urbanen Regionen hält der Trend zum Carsharing ungebrochen an.

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