BMW-Chef Reithofer: „Die alten Rezepte funktionieren nicht mehr“

BMW-Chef Reithofer
„Die alten Rezepte funktionieren nicht mehr“

Es ist eigentlich der große Tag von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Aber auch BMW-Lenker Norbert Reithofer tritt medienwirksam auf. Er hat den Stuttgarter Rivalen hinter sich gelassen - und formuliert ehrgeizige Ziele.
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BochumWährend Daimler-Chef Dieter Zetsche in Stuttgart vor die Presse tritt, um die Bilanz des Autokonzerns zu präsentieren, betritt BMW-Chef Norbert Reithofer die Bühne des Car-Symposiums in Bochum. Und Reithofer kann ganz entspannt auftreten, auch wenn der große Stuttgarter Rivale im Jubiläumsjahr auf den ersten Blick glänzende Zahlen präsentieren kann.

Die Schwaben haben unter dem Strich sechs Milliarden Euro verdient, vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten waren es sogar neun Milliarden Euro. Im Verhältnis zum Umsatz entspricht das einer Rendite von neun Prozent. Ein guter Wert. Doch diese sogenannte Ebit-Marge dürfte Reithofer mühelos übertreffen. Sogar beim Börsenwert waren die Bayern 2011 vorübergehend vorbeigezogen – eine Premiere.

Beim Absatz, das ist schon jetzt bekannt, hat BMW Daimlers wichtigste Sparte, Mercedes-Benz Cars, im vergangenen Jahr abgehängt – und zwar deutlich: mit 1,67 Millionen im Vergleich zu 1,38 Millionen verkauften Autos. Wenn man den Kleinstwagen Smart nicht berücksichtigt, hat sogar Audi die Stuttgarter überholt.

Mit der Vergangenheit hält Reithofer sich an diesem Vormittag aber nicht lange auf. Er beschäftigt sich lieber mit der Zukunft. „Die Automobilbranche steht vor einem Technologiesprung“, sagt er und vergleicht die technische Revolution in der Branche mit dem Übergang von der Schreibmaschine zum Laptop und Smartphone oder dem Wechsel vom Pferd zum Auto. Für den BMW-Chef steht fest: „Die alten Rezepte funktionieren nicht mehr.“ 

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BMW hofft auf den „iPhone-Effekt“

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  • Mercedes hat zwei Mega-Fehlentscheidungen getroffen und diese bis zur Neige ausgekostet, sprich nicht bzw. zu spät korrigiert: AEG (Reuter!) und Chrysler (Schrempp!). BMW hat vor allem in die eigene Entwicklung investiert und Fehler wie Rover (Pischetsrieder!) schnell korrigiert und den CEO über Nacht rausgeschmissen. Der Vorteil von BMW (ähnlich auch bei VW): Ein kluger Großaktionär (Quant), der dafür sorgt, daß das Management nicht anfängt zu spinnen, von Visionen befallen wird und aufhört zu arbeiten. Man muß nur an den integrierten Technologiekonzern von Reuter (Hochschulabbrecher) und den War-Room von Schrempp (Kfz.-Mechaniker) denken; was für ein kindischer Wahnsinn. Das hat viele Milliarden gekostet, die bis heute schmerzen. Es hätte nicht viel gefehlt und Daimler-Benz wäre an Chrysler pleite gegangen, wenn die Lehman-Krise nur ein par Wochen früher gekommen wäre. Das muß man sich einmal vorstellen! Daimler-Benz pleite! Mercedes ist mit dieser "Posse" zum Verlierer (Image) im Premium-Segment geworden. Als jemand, der 30 Jahre Mercedes fährt (immer selbst bezahlt!) und Aktionär der Firma ist, hat man sich in den Boden geschämt, daß ein solcher Prolet wie Schrempp die Firma geführt hat. Zetsche ist zum Glück bescheidener und ein ausgebildeter, promovierter Ingenieur. Aber irgendwie ist die Marke jetzt hinten dran.

  • ja, ja

    diese großkotzigen Sprüche kennenn wir ja von Porsche, ne?

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