BMW-Gewinn sinkt
Holpriger Start für Harald Krüger

In seinem ersten Quartal als BMW-Chef hat Harald Krüger keinen glänzenden Start hingelegt. Der Gewinn sank, und auch bei der Rendite fällt BMW zurück. China ist nur eine von vielen Baustellen für den neuen Konzernchef.
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MünchenDie Schwäche im weltgrößten Pkw-Markt China, der Preiskampf in vielen Ländern und hohe Ausgaben für Personal und Modellentwicklung haben dem neuen BMW-Chef Harald Krüger einen Gewinnrückgang eingebrockt. In den ersten drei Monaten seiner Amtszeit, von Mai bis Juni, brach in der Kernsparte Automobile das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um fast 16 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro ein. „Sollten die Herausforderungen im chinesischen Markt zunehmen, können wir Auswirkungen auf unsere Prognose nicht ausschließen“, heißt es im Halbjahresbericht

Analysten hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet. Der Gewinnbeitrag aus China sank, dort hat sich der Automarkt merklich abgekühlt. Zudem verkauften die Münchner mehr kleine und kompakte Fahrzeuge, die weniger abwerfen als große Limousinen und Geländewagen. Krüger sagte, BMW setze weiter auf eine weltweit ausgewogene Verteilung des Absatzes und könne flexibel auf die Entwicklung in einzelnen Ländern reagieren.

Weil der Umsatz wegen höherer Verkaufszahlen und wegen Währungseffekten kräftig anstieg, gab die Rendite in der Autosparte auf 8,4 (Vorjahr: 11,7) Prozent nach. Damit fiel BMW hinter die Konkurrenten Mercedes mit 10,7 Prozent und Audi mit 9,9 Prozent zurück.

Für 2015 bekräftigte der Konzern die Prognose, wonach die Ebit-Marge im Autogeschäft zwischen acht und zehn Prozent liegen soll. Beim Absatz der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce ist nach wie vor ein solider Zuwachs angekündigt, nach bisherigen Angaben entspricht dies einem Plus zwischen fünf und 9,9 Prozent. Auch 2015 wolle der Konzern der führende Premium-Hersteller bleiben, hieß es weiter.

Mit gut 7,8 Prozent Absatzwachstum im ersten Halbjahr ist BMW immer noch auf Kurs. Doch auf den zweiten Blick zeigen sich einige Unwuchten: Während die Kleinwagenmarke Mini dank neuer Modelle gut ein Viertel mehr verkaufte, lag die Kernmarke BMW nur noch mit fünf Prozent im Plus. Zum Vergleich: Der Rivale Mercedes wächst zur Zeit doppelt so schnell wie die Münchener.

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