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09.01.2008 
Absatzrekord

BMW hängt Daimler ab

Der Münchner Autobauer BMW hat dank der starken Nachfrage aus dem Ausland 2007 so viele Fahrzeuge verkauft wie noch nie und den Konkurrenten Daimler abgehängt. Es gibt aber nicht nur Grund zur Freude.

HB MÜNCHEN. Insgesamt seien 1,5 Mill. Autos und damit gut neun Prozent mehr als 2006 an Kunden ausgeliefert worden, teilte BMW am Mittwoch mit. Der Zuwachs der Kernmarke BMW lag bei fast acht Prozent, der Kleinwagen Mini kam auf über 18 Prozent und die Luxusmarke Rolls -Royce sogar auf 25 Prozent. Vor allem im Ausland konnten BMW Erfolge feiern, während die Mehrwertsteuererhöhung im Heimatmarkt Bremsspuren hinterließ.

BMW erfüllte damit sein Ziel, den Absatz 2007 im prozentual hohen einstelligen Bereich zu steigern. Auch den Konkurrenten Daimler ließen die Münchner hinter sich: Dieser kam nach der verlustreichen Abspaltung des US-Herstellers Chrysler mit den Marken Mercedes -Benz, Smart und Maybach noch auf ein Plus von zwei Prozent. Insgesamt lieferte Daimler im vergangenen Jahr knapp 1,3 Mill. Autos aus.

Die Volkswagen -Tochter Audi wird voraussichtlich am Sonntag auf der Automobilmesse in Detroit ihre Daten veröffentlichen. Dort dürfte sich BMW auch zu den Aussichten für das laufende Jahr äußern. Bis 2010 will der Münchener Konzern 1,6 Mill. und bis 2012 sogar 1,8 Mill. Autos an Kunden übergeben.

An der Börse beflügelten die Verkaufszahlen den Kurs der BMW -Aktie. Sie verteuerte sich um zwischenzeitlich knapp ein Prozent auf 42,40 Euro und gehörte damit zu den am stärksten gefragten Papieren im Leitindex Dax, der ein halbes Prozent einbüßte.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Wo der Autobauer zulegen konnte

BMW verzeichnete in den USA 2007 ein Verkaufsplus von sieben Prozent auf den neuen Rekordwert von fast 336 000 Einheiten. Die USA sind für BMW der größte Einzelmarkt vor Deutschland, wo der Absatz um gut vier Prozent auf über 284 000 Fahrzeuge sank. Hohe Wachstumsraten gab es wie gewohnt in China und Russland.

Mehr als ein Drittel aller verkauften Autos entfielen auf die 3er-Reihe mit seinen Varianten Limousine, Touring, Coupe und Cabrio. Hier betrug das Absatzplus gut neun Prozent. Ein leichtes Minus gab es dagegen beim 5er, der zweitwichtigsten Baureihe. Rückgänge musste BMW auch beim Geländewagen X3, der 7er-Reihe und dem Sportwagen Z4 verkraften.

Im Dezember verzeichnete der Premiumanbieter ein stürmisches Geschäft: Der Absatz stieg weltweit um gut 18 Prozent auf fast 153 000 Einheiten. Dabei mussten die Münchner einen deutlichen Rückgang in Deutschland verkraften, der aber von klaren Zuwächsen im europäischen Ausland aufgefangen wurde. Vor allem Italien und Frankreich ragten dabei heraus.

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