Mini und Peugeot
arbeiten schon bei Motoren zusammen, jetzt will BMW
auch Motoren an andere Hersteller liefern. "Wir sprechen mit vielen. Es könnte sein, das wir auch bei Fiat gesehen worden sind", sagte Entwicklungsvorstand Klaus Draeger. Mit Mercedes redet BMW
über Hybrid-Motoren, "und wir sind jetzt dabei, uns andere Themenfelder anzugucken", sagte Reithofer.
Eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance für BMW
sieht der Konzernchef in den strengeren Abgasvorschriften in der EU und den USA. Im vergangenen Jahr habe BMW
450 000 Autos mit dem spritsparenden EfficientDynamics-Motoren verkauft, dieses Jahr sollen es 830 000 werden - also mehr als die Hälfte des Absatzes. Schon 27 Modelle stießen weniger als 140 Gramm CO2 pro Kilometer aus. "2009 kommt der erste BMW
Hybrid. Er verbraucht noch einmal 20 Prozent weniger Benzin", sagte Reithofer.
Die Entscheidung über den ersten BMW
mit Elektromotor werde noch dieses Jahr fallen. Und BMW
plane auch ein neuartiges, abgasfreies Öko-Auto für die Großstadt. Die Planer von "Projekt i" hätten "alle Freiheiten", sagte Reithofer. Der Auftrag laute nur, vor 2015 ein völlig neues Fahrzeugkonzept für die Ballungsräume dieser Welt zu präsentieren. Sobald Fahrzeug- und Antriebskonzept stehen, werde entschieden, ob es als BMW,
Mini oder unter einer vierten Konzernmarke fahren soll.
Mit welchem alternativen Antrieb das neue Öko-Auto unterwegs sein wird, sei noch völlig offen, sagte Reithofer. Aber dass es kommt, scheint sicher. In den USA ist BMW
als großer Autohersteller ab 2012 nämlich verpflichtet, ein Null-Emmissions-Auto auf den Markt zu bringen.

