Reithofer verwies dabei auf die enormen Effizienzsteigerungen der vergangenen Jahre. Voraussetzung sei aber, dass die deutschen Werke pro Jahr im Schnitt fünf Prozent effektiver werden, betont der BMW-Chef. In diesem Jahr wird das Ziel wohl übererfüllt. Produktionschef Frank-Peter Arndt will in diesem Jahr zehn Prozent liefern.
Reithofer hatte Ende September seinen neuen Strategieplan für das Unternehmen vorgelegt, der die Wettbewerbsposition von BMW in den kommenden Jahren wieder deutlich verbessern soll. BMW fuhr zwar die vergangenen Jahre von einem Absatzrekord zum nächsten, die Marge im Automobilgeschäft sank jedoch in zurückliegenden Jahren kontinuierlich. So lag der wiedererstarkte Erzrivale Mercedes bei der Umsatzrendite im ersten Halbjahr dieses Jahres wieder deutlich vor den Bayern.
Reithofer strebt nun bis 2012 eine Marge von acht bis zehn Prozent für das Autogeschäft an und knüpft damit an das Renditeziel des Konkurrenten Mercedes an, der sich zehn Prozent Umsatzrendite bis 2010 zum Ziel gesetzt hat. Im vergangenen Jahr hatte diese Kennziffer bei BMW nur bei 6,3 Prozent gelegen, im ersten Halbjahr 2007 war sie sogar weiter zurückgegangen.
Im September konnte BMW dank kräftigte Verkäufe des Mini den PKW-Absatz um sieben Prozent auf knapp 142 000 Autos steigern. Die Marke BMW legte 3,5 Prozent auf 118 000 Autos zu. Vertriebsvorstand Stefan Krause führte den Zuwachs auf umweltfreundlichere Varianten zurück. Für das Gesamtjahr bestätigte er ein Absatzwachstum „im höheren einstelligen Prozentbereich“.

