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07.11.2007 

Spätestens seit Dezember vergangenen Jahres ist den Managern in München klar, dass Reithofer durchgreift, wenn jemand die Erwartungen verfehlt. Den Beweis dafür hat Reithofer ausgerechnet im US-Werk Spartanburg angetreten, das er selbst bis 2000 geleitet hat. Als Reithofers Duz-Freund Clemens Schmitz-Justen Produktionsprobleme dort über Monate nicht in den Griff bekam, entmachtete ihn der neue BMW-Chef kurzerhand.

Auch die jüngste Vorstandsrochade wird branchenintern als Machtdemonstration gewertet. Erst im Oktober hatten Vertriebsvorstand Michael Ganal und Finanzvorstand Stefan Krause die Posten gewechselt. Krause, der ebenso wie Reithofer lange als Kronprinz für den BMW-Chefposten gehandelt wurde, stand zuletzt heftig in der Kritik für die hohen Wechselkursverluste, die BMW seit Jahren regelmäßig schultern muss.

Der sich jetzt anbahnende Wechsel an der Spitze von BMW-Deutschland zeigt nun offen, wie stark der Druck auf den erfolgsverwöhnten Autokonzern zugenommen hat. Seit Jahren eilt der Konzern von Absatzrekord zu Absatzrekord und steigert den Umsatz kräftig. Doch bei der Rendite fährt inzwischen der Autobauer den deutschen Premiumkonkurrenten deutlich hinterher.

BMW hat erst im Oktober seine Ziele für die kommenden Jahre verkündet. Demnach will das Unternehmen bis 2012 sechs Milliarden Euro Kosten im Konzern einsparen und die operative Rendite im Autogeschäft auf acht bis zehn Prozent steigern. Reithofer plant eine deutliche Steigerung der Effizienz in Fertigung und Entwicklung. Um die hohen Währungsverluste zu kompensieren, soll die Fertigung in den USA und China kräftig ausgebaut werden. In Deutschland will der Konzern seine Fabriken besser auslasten und bringt in den kommenden Jahren zahlreiche neue Modelle und Varianten.

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