BMW und Audi fahren hinterher Daimler hat im Januar die Nase vorn

Daimler will bis 2020 wieder Branchenprimus unter den Premiumherstellern werden. Doch so lange muss der Autobauer vielleicht gar nicht warten. Beim Januar-Absatz hatten die Rivalen bereits das Nachsehen.
Die Stuttgarter könnte ihr Ziel für 2020, wieder größter Premiumhersteller weltweit zu werden, schon in diesem Jahr erreichen. Quelle: dpa
Daimler-Werk in Sindelfingen

Die Stuttgarter könnte ihr Ziel für 2020, wieder größter Premiumhersteller weltweit zu werden, schon in diesem Jahr erreichen.

(Foto: dpa)

FrankfurtBMW und Audi haben dank kräftiger Nachfrage nach Geländewagen den Absatz im Januar gesteigert. Dennoch müssen sie sich dem Rivalen Daimler geschlagen geben. Audi verkaufte demnach weltweit mit 143.150 Fahrzeugen vier Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. BMW lieferte von seiner Kernmarke knapp 134.000 Wagen aus, ein Plus von 7,5 Prozent. Daimlers Pkw-Marke Mercedes hatte vergangene Woche dagegen einen Absatzanstieg um knapp ein Fünftel auf rund 150.000 Pkw weltweit bekannt gegeben.

Daimler hatte beim Jahresabsatz 2015 Audi vom zweiten Platz verdrängt und lag nur noch knapp hinter BMW. Manche Analysten rechnen damit, dass die Stuttgarter das Ziel für 2020, wieder größter Premiumhersteller weltweit zu werden, schon in diesem Jahr erreichen können.

Alle drei Autobauer profitierten vor allem von der hohen Nachfrage nach Geländewagen. BMW und Mercedes erzielten in Europa mit Zuwächsen um zehn und 15 Prozent ein deutlich stärkeres Wachstum als Audi. Die Marke mit den vier Ringen steigerte die Verkäufe auf dem Heimatkontinent um 6,5 Prozent.

Auf dem für die Premiumhersteller größten Einzelmarkt China setzte Mercedes seine Aufholjagd mit einem Zuwachs von 52 Prozent auf knapp 42.700 Fahrzeuge fort, während Audi und BMW nur noch einstellig zulegten. Nach absoluten Zahlen verteidigte Audi mit 54.400 Auslieferungen am weltgrößten Automarkt seine Führungsposition, während BMW inklusive Mini mit 43.000 gleichauf mit Mercedes lag.

Am US-Markt dämpften im Januar die Schneestürme den Absatz. BMW verkaufte drei Prozent weniger, Mercedes hielt den Absatz auf Vorjahresniveau. Audi verbuchte dagegen ein Plus von 2,7 Prozent, obwohl die Volkswagen-Tochter in den USA wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerten ein Imageproblem hat.

Hightech-Business im Maßanzug
Ein Auto, das selbstständig auf die Überholspur wechselt, das mit anderen Fahrzeugen Verkehrsmeldungen austauscht.
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Ein Auto, das per Handy in die Parklücke dirigiert werden kann und dessen hochauflösender Monitor per Fingerkuppen beider Daumen am Lenkrad bedient wird. Ein Auto, das beim drohenden Zusammenstoß an der Kreuzung ebenso rechtzeitig bremsen soll wie bei der Annäherung an ein Stau-Ende auf der Autobahn. All das muss ein intelligentes Auto der Zukunft können. „Zukunft? Das können wir heute schon“, sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche und meint die neue E-Klasse.

Sofort als E-Klasse erkennbar, folgt die Form der aktuellen Stuttgarter Designsprache
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Superlative fliegen durch den großen Saal im 2. Stock des – „das Beste oder nichts“ – besten Hotels in Detroit, das ausgerechnet den Beinamen Cadillac trägt. „Das intelligenteste Auto der Welt“, schwärmt Dieter Zetsche. „Der Konkurrenz eine Klasse voraus“, ergänzt Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Die Herren aus der Chefetage müssen schon von Berufs wegen derartige Euphorie verbreiten. Doch wohl nicht zu Unrecht: Denn kein anderes Auto bietet derzeit ein solch pralles Paket an Technik.

Auch eine Version mit Stern auf der Haube ist wieder zu haben
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Doch zunächst fällt der Blick auf das neue Erscheinungsbild. Die Frontpartie, beim Vorgänger als zu martialisch und aggressiv gescholten, kommt wieder zurückhaltender, fast schon sanft daher. Sofort als E-Klasse erkennbar, folgt die Form der aktuellen Stuttgarter Designsprache und ist schon von der S- und vor allem der C-Klasse bekannt. Die E-Klasse passt jetzt perfekt dazwischen.

Die neue E-Klasse
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Direkt von hinten gesehen, könnte da auch eine S-Klasse rollen. Seitlich betrachtet wirkt der Neue sogar zierlicher als er tatsächlich ist. Der Verzicht auf ein Gewirr von Falzen und Kanten zeigt die enge Verwandtschaft zum Erfolgsmodell C-Klasse. Nur eine horizontale Linie ist übrig geblieben. „Sinnliche Klarheit“, sagt dazu Designchef Gordon Wagener.

Beim Innenraum werden Elemente von C- und S-Klasse gemixt
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Die Revolution der neuen E-Klasse findet anderswo statt. Manchmal versteckt wie im bordeigenen Rechenzentrum, das die zahllosen Assistenzsysteme steuert. Oft aber auch im Mittelpunkt wie der breitgezogene Monitor mit HD-Technik, der die Hälfte der Wagenbreite im Innenraum beherrscht. Er bietet gestochen scharfe Landkarten für die Navigation.

Zentrales Element ist der große Bildschirm
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Wer bei der Auswahl der verschiedenen Fahrprogramme wissen will, was sich bei seinem Auto je nach gewählter Einstellung („Komfort“, „Sport“ oder bewusste Sparfahrt) ändert, kann dies an einem Abbild des eigenen Gefährts optisch nachvollziehen. Natürlich sind auch Mails abrufbar und es kann im Internet gesurft werden.

Die Schalter und Lautsprecher in der Tür erinnern an die S-Klasse
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Die Liste der Assistenzsysteme liest sich wie ein Lexikon des heute Machbaren. Neu ist das automatische Spurwechseln ohne Hand am Lenkrad. Mindestens zwei Sekunden den Blinker aktivieren, dann schert die E-Klasse selbsttätig aus. Natürlich wird vorher geprüft, ob die Spur auch frei ist.

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