BMW wird 100: Vom Flugzeugmotor in die digitale Zukunft

BMW wird 100
Vom Flugzeugmotor in die digitale Zukunft

In allen BMW-Werken weltweit stehen am Montag die Bänder still. Der Konzern feiert seine Gründung vor 100 Jahren. Ob er für die Zukunft richtig aufgestellt ist, muss der Münchener Autobauer noch unter Beweis stellen.

MünchenDas weiß-blaue Logo auf jedem BMW erinnert noch heute an die Anfänge. Vor 100 Jahren, am 7. März 1916, wurden die Bayerischen Flugzeugwerke gegründet. Später benannte man sie in Bayerische Motorenwerke um – mit dem Propeller als Firmensymbol.

Heute ist BMW mit 116.000 Mitarbeitern und über 80 Milliarden Euro Umsatz einer der größten deutschen Konzerne. Mitte März will Vorstandschef Harald Krüger mit der Bilanz die neue Strategie vorstellen und erklären, wohin die Reise in den nächsten zehn Jahren geht. Zuvor aber ist erst einmal Feiern angesagt.

Die beiden Großaktionäre Susanne Klatten und Stefan Quandt sowie 2000 Mitarbeiter, Autohändler und Partner sind zur Jubiläumsfeier am Montag in die Münchner Olympiahalle eingeladen. Kanzlerin Angela Merkel musste ihre Teilnahme aufgrund des EU-Gipfels zur Flüchtlingskrise kurzfristig absagen. Als Vertretung schickt sie Verkehrsminister Alexander Dobrindt.

In den weltweit 30 BMW-Werken sollen die Bänder um 14 Uhr stillstehen, damit sich die Beschäftigten die Übertragung anschauen können – von Shenyang in China bis Spartanburg in den USA, wo inzwischen die größte BMW-Fabrik steht. Dabei kommt Spartanburg mit der Arbeit im Moment kaum nach, denn dort baut BMW den Großteil der derzeit besonders gefragten SUVs.

In der Oberklasse ist das Unternehmen seit 2005 die Nummer eins – aber das scheint sich gerade zu ändern. Mercedes ist auf dem besten Weg, seinen alten Platz an der Spitze zurück zu erobern.

Als BMW 1928 in Eisenach sein erstes Automobil fertigte – einen mit Lizenz des englischen Herstellers Austin gebauten Kleinwagen namens Dixi –, da standen die Limousinen und Sportwagen von Daimler-Benz schon für automobilen Luxus. Angefangen hatte BMW als Rüstungsfirma. Im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg baute das Unternehmen vor allem Motoren für Militärflugzeuge.

Im Zweiten Weltkrieg wurden etwa 25.000 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge beschäftigt, wie BMW-Historiker Manfred Grunert sagt. Inzwischen hat sich der Konzern diesem Teil seiner Geschichte gestellt und auch entsprechende Entschädigungen gezahlt.

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