BMW-Zulieferer

SGL Group erwägt Stellenstreichungen

Ein übersättigter Markt, eine kriselnde Branche als Abnehmer, ein Minus, das weiter wächst. Die auf Graphitprodukte spezialisierte SGL Group muss sparen. Stellenstreichungen sind eine der möglichen Konsequenzen.
Der Karbonspezialist muss weiter sparen wo er kann. Quelle: dpa
SGL Group

Der Karbonspezialist muss weiter sparen wo er kann.

(Foto: dpa)

WiesbadenDer Kohlenstoffspezialist SGL Group muss wegen der anhaltenden Probleme im Geschäft mit Graphitelektroden an allen Ecken und Enden sparen. Im laufenden Jahr werden die Investitionen deutlich sinken, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Begründet wurde dies allerdings auch damit, dass eine Vielzahl langfristiger Projekte abgeschlossen seien oder sich am Ende der Investitionsphase befinden.

Der Konzern, der wegen der Zulieferung zur Karosserie des BMW-Elektroautos i3 bekannt ist, steckt vor allem wegen der Überkapazitäten im Markt für Graphitelektroden seit Jahren in der Krise. Zudem leidet die Sparte unter der Schwäche der Stahlunternehmen, die zu den wichtigsten Abnehmern zählen.

In den ersten neun Monaten weitete sich das Minus unter dem Strich um 15 Prozent auf 105,6 Millionen Euro aus – damit steuert SGL auf das dritte Verlustjahr in Folge zu. Der Umsatz stagnierte trotz des schwachen Euro, der zu positiven Umrechnungseffekten führte, bei rund 988 Millionen Euro.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

SGL hatte in dieser Woche bereits mitgeteilt, dass die Abspaltung des Geschäfts mit Graphitelektroden wegen der Probleme vorangetrieben wird. Zudem denkt der Vorstand über die Schließung von Standorten und weitere Stellenstreichungen nach. An SGL sind die Autobauer BMW und Volkswagen beteiligt, größter Anteilseigner ist die Milliardärin Susanne Klatten.

  • dpa
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