Board des US-Getränkeriesen kommt heute zu einem Treffen zusammen
Pepsico-Vorstand könnte über Angebot für Danone entscheiden

Der amerikanische Getränkekonzern Pepsico steht heute vor einer mit Spannung erwarteten Board-Sitzung: Die Führung des Unternehmens könnte sich mit einem möglichen Übernahmeangebot für den französischen Konkurrenten Danone beschäftigen. Doch der Milliarden-Konzern aus Purchase im US-Bundesstaat New York mauerte eisern – noch nicht einmal die Tagesordnung des Treffens sickerte gestern durch.

ire/fs/tmo DÜSSELDORF/LONDON/NEW YORK. Der französische Nahrungsmittelhersteller stritt am Donnerstag jeglichen Kontakt mit einem potenziellen Bieter ab. „In der jüngeren Vergangenheit hat es kein Zeichen des Interesses und auch keinen direkten oder indirekten Kontakt mit anderen Firmen gegeben", sagte Danones Finanzvorstand Emmanuel Faber in einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten.

Auch französische Spitzen-Politiker versuchten gestern, die Wogen zu glätten. „Wir müssen Ruhe bewahren. Es gibt nichts Offizielles“, sagte der französische Finanzminister Thierry Breton in einem Radio-Interview. Zuvor hatte Premierminister Dominique de Villepin angekündigt, er hoffe auf eine französische Zukunft für Danone. In den vergangenen Tagen hatten führende Politiker bereits einem möglichen Bieterkampf vorgegriffen und zur Verteidigung von Danone aufgerufen.

Während der Nahrungsmittelkonzern Kontakte mit möglichen Kaufinteressenten abstritt, stehen offenbar hinter den Kulissen schon potente Finanzinvestoren bereit, um sich an einem Bietergefecht beteiligen. Ein Finanzinvestor wie KKR werde dem US-Getränkehersteller Pepsico das Feld sicher nicht kampflos überlassen, erfuhr das Handelsblatt gestern aus unternehmensnahen Danone-Kreisen.

KKR habe schon bei der Übernahme des US-Zigaretten- und Keksherstellers RJR Nabisco im Jahr 1989 bewiesen, dass er Geschäfte dieser Größenordnung meistern könne, so die Einschätzung aus Danone-Kreisen. KKR wollte über ein mögliches finanzielles Engagement in Sachen Danone hingegen keinen Kommentar abgeben.

Der Hersteller von Actimel-Joghurt und Evian-Mineralwasser gab gestern für das erste Halbjahr einen Anstieg des operativen Gewinns nach Umstellung auf IFRS auf 857 Mill. Euro von zuvor 800 Mill. Euro bekannt. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 859 Mill. Euro erwartet. Der Nettogewinn ging auf 347 Mill. Euro von 547 Mill. Euro zurück. Der Umsatz stieg auf 6,44 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine bisherige Vorhersage für einen Anstieg des Gewinns pro Aktie um zehn Prozent.

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