Bochumer Opel-Werk: Opel-Betriebsrat gibt Hoffnung nicht auf

Bochumer Opel-Werk
Opel-Betriebsrat gibt Hoffnung nicht auf

Die Zukunft des Bochumer Opel-Werks mit seinen gut 3.000 Mitarbeitern sieht düster aus. Trotzdem gibt Opel das Werk nicht auf. Ein Aus für Bochum hätte dramatische Auswirkungen für die Marke Opel.
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FrankfurtDer Betriebsratschef des Bochumer Opel-Werks gibt die Hoffnung auf eine Zukunft des Werks mit seinen gut 3000 Mitarbeitern nicht auf. "Wir hoffen, dass man begreift, dass man ohne Opel Bochum auch keine Zukunft für die anderen Opel-Werke hat", sagte Rainer Einenkel am Mittwoch in einem Interview mit dem "Deutschlandfunk". In Nordrhein-Westfalen hingen 40.000 Menschen vom Opel-Werk ab. Ein Aus für Bochum hätte dramatische Auswirkungen für die Marke Opel, warnte Einenkel. "Ich glaube, das muss auch ein Aktionär mit berechnen, wenn er seine Rendite haben will."

Die Opelaner in Bochum hatten Ende März dem Sanierungsplan des Managements ihre Zustimmung verweigert. Im Gegenzug für Zugeständnisse der Beschäftigten hatte Opel angeboten, die Fahrzeugfertigung erst Ende 2016 zu schließen und 1200 der mehr als 3000 Arbeitsplätze im Lager und einer Komponentenfertigung zu erhalten. Nun soll das Werk bereits Ende 2014 geschlossen werden, das Aus für Bochum will der Opel-Aufsichtsrat heute offiziell besiegeln.

In einem Interview mit der "Rheinischen Post" forderte Einenkel die anderen Opel-Werke auf, die Übernahme der Zafira-Produktion aus Bochum zu verweigern. "Ich erwarte, dass die Belegschaften der anderen Opel-Werke die Übernahme unserer Produktion ablehnen", sagte er der Zeitung. Einenkel verteidigte im "Deutschlandfunk" erneut die Ablehnung des Sanierungsplans. Man sei vor der Alternative gestanden, entweder das Aus für Bochum zu akzeptieren oder nach jedem Strohhalm zu greifen, um in weiteren Verhandlungen eine Zukunft für Bochum zu finden. Es sei schließlich nicht das erste Mal, dass Bochum geschlossen werden sollte. "Es gibt sechs oder sieben Schließungspläne, die auch in unseren Schubläden liegen. Und wir haben es im Clinch mit der Geschäftsleitung immer wieder gezeigt und immer wieder aufgezeigt, dass man auf Bochum eigentlich überhaupt nicht verzichten kann", sagte Einenkel.

Ob er als Bochumer Betriebsratschef selbst Fehler gemacht habe, könne man noch nicht beurteilen. "Ob man etwas falsch macht, kann man nicht sofort sagen. Das kann man erst im Zuge der Zeit sehen", sagte Einenkel.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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