Bodenhersteller muss Insolvenz anmelden
Rinol-Sanierung scheitert auf der Ziellinie

Der Industriebodenhersteller Rinol muss Insolvenz anmelden.

HB RENNINGEN. Die US-Finanzinvestoren DB Zwirn und Morgan Stanley hätten das Konzept zur Rettung des Betriebes abgelehnt und alle bestehenden Finanzzusagen sowie die Kreditverträge gekündigt, teilte das Unternehmen am Montag in Renningen bei Stuttgart mit. Beim Amtsgericht Ludwigsburg werde nun unverzüglich Insolvenzantrag gestellt, sagte ein Rinol-Sprecher.

Der angeschlagene Bodenhersteller war im Herbst von den US- Finanzinvestoren DB Zwirn und Morgan Stanley übernommen worden. Mit der Zustimmung der Hauptversammlung hatten die beiden Hauptgläubiger ihre Anleiheanteile in Eigenkapital umgewandelt und danach rund 52 Prozent des gezeichneten Kapitals gehalten.

DB Zwirn und Morgan Stanley hatten außerdem eine zusätzliche Finanzspritze von sieben Millionen Euro zugesagt und weitere Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im November hatte zudem Boerge Schümann den Vorstandsvorsitz von Frank Günther übernommen.

Im Jahr 2004 war der Umsatz der Rinol-Gruppe auf knapp 106 Millionen Euro um mehr als die Hälfte eingebrochen. Der Jahresfehlbetrag lag bei 29,1 Millionen Euro. Mit 741 Mitarbeitern hatte sich die Zahl der Beschäftigten zum Vorjahr etwa halbiert. Im ersten Halbjahr 2005 sanken die Erlöse um knapp fünf Prozent auf 43,2 Millionen Euro. Der operative Verlust (EBIT) ging leicht von 3,7 Millionen auf 3,5 Millionen Euro zurück.

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