Bodenhersteller soll von der Börse genommen werden
Armstrong DLW vor Squeeze-Out

Nach dem Willen seines Großaktionärs soll der verlustreiche schwäbische Fußbodenhersteller Armstrong DLW von der Börse genommen werden.

HB STUTTGART. Der US-Konzern Armstrong World Industries halte über seine deutsche Tochter 96,42 % der DLW-Aktien und wolle sein Recht wahrnehmen, die übrigen Aktionäre zwangsweise abzufinden, teilte DLW am Freitag in Bietigheim-Bissingen mit. Armstrong wolle eine angemessene Abfindung zahlen. Zu einem solchen „Squeeze-Out“ braucht ein Großaktionär mindestens 95 % der Anteile.

Für das erste Halbjahr 2005 wies Armstrong DLW einen erneuten Verlust von 17,4 Mill. € aus. Neben operativen Verlusten von 12,7 Mill. € seien eine nicht näher bezeichnete Beteiligung sowie Grundstücke und Gebäude abgeschrieben worden, erläuterte DLW den Fehlbetrag. Der Umsatz habe bei 179,2 Mill. € gelegen. Vergleichszahlen nannte das Unternehmen nicht, da der Halbjahresbericht aus dem vergangenen Jahr wegen „Widersprüchlichkeiten“ erneut geprüft werde. Der Mutterkonzern habe Armstrong DLW bis Ende Juni mit mehr als 18 Mill. € unter die Arme gegriffen. Die DLW-Aktie reagierte in Stuttgart mit einem Kurssprung von 46 % auf 2,20 € auf die Ankündigung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%